Bayernkader testet in den Sprint- und Laufdisziplinen

Bayernkader testet in den Sprint- und Laufdisziplinen

Ein Testwettkampf in der Münchner Werner-von-Linde-Halle am Sonntag (14. Februar) war für etliche bayerische Kadermitglieder sowie vereinzelte Bundeskaderathleten eine willkommene Gelegenheit zur Formüberprüfung. Abgesehen von einem Wettbewerb für Kugelstoßer eine Woche zuvor an gleicher Stelle stellte diese Maßnahme das einzige Leichtathletik-Event in der Landeshauptstadt während dieser coronabedingt stark eingeschränkten Hallensaison dar. Entsprechend viele Athletinnen und Athleten – auch von der LG Stadtwerke München – wollten dieses Angebot nutzten. Ausgeschrieben waren Sprint- und Laufwettbewerbe von 60- bis 3.000-Meter sowie Hürdensprints. Aufgrund eines strengen Hygienekonzepts waren die Teilnehmerzahlen in allen Disziplinen begrenzt.

Kurzsprint

Bei seiner Generalprobe eine Woche vor der Deutschen Hallenmeisterschaft der Männer und Frauen am kommenden Wochenende in Dortmund hatte der letztjährige deutsche U20-Hallenmeister Fabian Olbert für die 60-Meter-Konkurrenz gemeldet. In der ersten Runde benötigte er 6,84 Sekunden, im zweiten Lauf dann 6,89 Sekunden. Beide Zeiten bedeuteten absolute Tagesbestzeit. Mit Jakob Matauschek (U23/7,03 und 7,23 Sekunden), Neuzugang Maximilian Lohwasser (U20/zwei Mal 7,35 Sekunden) und Fabian Kutscha (U18/7,48 und 7,53  Sekunden) waren weitere schnelle LG-SWM-Aktive am Start des Kurzsprints. Matauschek (22,15 Sekunden) und Lohwasser (23,06 Sekunden) nahmen zudem noch die 200 Meter in Angriff. Fabian Kutschas zweiter Start erfolgte im 60-Meter-Hürden-Sprint (8,48 Sekunden).

Langsprint

Über 400 Meter war die LG-SWM durch Anastasia Vogel (56,35 Sekunden) und Luca Haller (U18/51,78 Sekunden) vertreten. Vogel hatte allen Grund, zu jubeln. Der LG-SWM-Neuzugang schrammte nur hauchdünn an ihrer 400-Meter-Freiluft-Bestzeit von 56,31 Sekunden vorbei, über die zwei Hallenrunden war sie jedenfalls nie zuvor schneller unterwegs. Verbessert hat sich die letztjährige deutsche U20-Meisterin über 400-Meter-Hürden zudem in den beiden 60-Meter-Hürdensprints von zunächst 9,47 Sekunden auf 9,30 Sekunden. Luca Haller verfehlte seine Freiluft-Bestmarke über 400 Meter um gerade einmal acht Hundertstel. Auch er absolvierte als Auftakt eine Unterdistanz und legte die 60 Meter in 7,69 Sekunden zurück.

Lauf

Über 600 Meter benötigte Dunia Tikniouine 1:40,66 Minuten. Außerst spannend gestaltete sich die 2.000-Meter-Entscheidung der männlichen U18. In einem packendem Schlussspurt setzte sich Moritz Mühlpointner mit 6:13,86 Sekunden knapp gegen Tobias Tent (6:13,96 Minuten) durch. Beide gehören noch dem Jahrgang 2005 an und sind nach Ansicht ihrer Betreuer André Naumann beziehungsweise Clemens Bleistein/Raphael Joppi/Michael Wilms talentierte Athleten mit großer Zukunftsperspektive. Über 3.000 Meter gegen durchweg ältere Konkurrenz bewies U20-Hindernisläufer Finn Hösch mit 9:08,62 Minuten, dass er während seiner Exkursion auf Skiern für die Laufbahnauftritte nichts verlernt hat. Im Gegenteil: In der Freiluftsaison 2020 benötigte er für diese Wettkampfstrecke noch 9:16,60 Minuten.

Alle Ergebnisse des Kadertestwettkampfs gibt es hier.

Sämtliche Fotos: Claus Habermann

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