Mönchengladbach – Münchengladbach – Münchengoldbach

altAuf der Suche nach dem Glück verschlug es die besten jugendlichen Athleten der LG Stadtwerke München in den Wilden Westen der Republik, um auf den deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach nach Erfolg zu schürfen. Das Ziel vor der Reise war „Münchengladbach“. Diese Ziel wurde sogar übertroffen und der Austragungsort wurde durch die Meistertitel von Jonas Bonewit und Laurin Walter bis in den Superlativ „Münchengoldbach“ gesteigert.

altAm ersten Tag der Meisterschaften schleuderte Jonas in der Jugend U18 seinen Speer auf über 70 Meter. Die sensationellen 70,28 Meter in seinem dritten Versuch bedeuteten den Sieg und für Jonas die erste Goldmedaille auf deutschen Meisterschaften. Jonas, der in der bayerischen Bestenliste in verschiedensten Disziplinen unter den Top 10 auftaucht, durfte nach seiner Speervorleistung durchaus mit einer Medaille liebäugeln. 67,09 Meter, die er in diesem Jahr bereits mit dem Speer geworfen hatte,brachten ihn auch auf dem Meldezettel in eine gute Position – mit dem Sieg und einer Weite über die magische 70-Metermarke hatte er jedoch wohl nicht gerechnet. Übrigens: Mit seiner Superleistung qualifizierte sich Jonas für das freitägliche und samstägliche Banner zur Veranstaltung auf leichtathletik.de.

altNach dieser Vorlage wollte Laurin es seinem Staffelkollegen Jonas gleichtun. Nachdem er sich in diesem Jahr auf seiner Paradestrecke, den 400 Metern, stark verbessert (PB vor den deutschen Meisterschaften 48,61 s – im Vorjahr 49,78 s) und im Bereich zwischen 48 und 49 Sekunden zuverlässig stabilisiert hatte, gehörte Laurin, obwohl noch im jüngeren Jahrgang der U18, durchaus zu den Top-Favoriten der männlichen Jugend U18. Und Laurin wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Man muss schon von einem souveränen Sieg sprechen, den ihm seine fantastischen 48,30 s bescherte (die ihn sogar in der Altersklasse U20 auf Position 8 der deutschen Jahresbestenliste spülen!). Jubelnd lief Laurin ins Ziel. Wie Jonas belohnte sich Laurin damit am Saisonhöhepunkt mit neuer persönlicher Bestleistung. Auch für den vierten Platz im 200 m A-Finale (22,15 s) gebührt ihm Respekt.

altDie dritte Medaillengewinnerin im Bunde ist Christina Hering. Im Finale der U20-Jugendlichen überholte sie in einem spannenden Kampf auf den letzten Metern ihre Konkurrentin und sicherte sich damit knapp die Bronzemedaille. Nachdem es noch 20 Meter vor Schluss so aussah, als ob Christina nur der undankbare vierte Platz bliebe, kämpfte sie sich nochmal in beeindruckender Manier heran und entschied den Kampf um Platz 3 auf dem letzten Meter für sich. In 55,49 s blieb sie nur 1/100 s über ihre Bestleistung – und das bedeutete Edelmetall. Bei allen dreien gilt es auch den Trainern zu der perfekten Saisonplanung zu gratulieren.

Die Bedingungen für die Diskuswerfer waren im Grenzlandstadion nicht ganz optimal. Trotz stumpfen, „drehunfreundlichen“ Ring und schwierigem Wind zog sich Valentin Döbler mit dem zwölften Rang und einer Weite von 45,61 Metern achtbar aus der Affäre.

Zur Qualifikation fürs Finale hat es bei 800 m-Läufer Thomas Reuschl (1:56,59 min) noch nicht gereicht. Für die ersten Deutschen Meisterschaften ist diese Leistung aber ordentlich. altSelbiges galt für die 400 m-Sprinter Christian Felderhoff (U20; 51,01 s) und Sina Heubel (U18; 57,60 s). Bei Sina fehlte nur ein Wimpernschlag von 7/100 s für den Lauf der besten Acht. Pech hatte sie auch mit der weiblichen 4×100 m Staffel der LG Stadtwerke München. Catiana Rettenberger, Margot Beaudoin, Sina Heubel und Lea Rieger brachten das Holz leider nicht ins Ziel. Fast alle Athletinnen dieser Staffel starteten auch einzeln: Lea Rieger spurtete die 100 m in 12,59 s (Fünfte in ihrem Vorlauf) und im 110 m-Hürden Zwischenlauf kam sie auf eine Zeit von 14,79. Nicht ganz so reibungslos lief der Hürdenwettkampf für Catiana Rettenberger. Die siebte Hürde stand äußerst ungünstig im Weg und zwang sie zur Aufgabe.

Die Mittelstrecklerin Felicia Körner kam im 1500 m-Rennen (4:54,43 min) der weiblichen U18 nah an ihre Bestzeit heran

Zum Abschluss des Wochenendes wurden in Münchengoldbach die Langstaffelmeisterschaften der Aktiven ausgetragen. Angefeuert von allen Teamkameraden kam das erfahrene 3x1000m-Trio in der Besetzung Florian Schönemann, Stephanus Pilawa und Michael Wilms mit neuer Bestleistung (7:18,16 min) auf den erfreulichen zehnten Rang.

ErgebnisseVideos von der DM  Fotos: Kiefner; Screenshot von leichtathletik.de