altHeute (12.08.2012) gehen die Olympischen Spiele in London zu Ende. Drei Teilnehmer, die bei dem Spektakel dabei sein durften, stammen von der LG Stadtwerke München. Anne Haug, Steffen Justus und Kamghe Gaba hielten in London die Münchner Fahnen hoch. Die Triathletin Haug wurde mit zweitschnellster Laufzeit Gesamtelfte und Disziplinkollege Justus kam als 16. ins Ziel. 400 m-Läufer Kamghe Gaba konnte sich mit der Deutschen 4×400 m-Staffel (3:03,50 min) nicht für das Finale qualifizieren.

altTausende von Zuschauern, die in Zehner-Reihen an der Strecke standen und die Sportler anpeitschten, sorgten für eine unbeschreibliche Atmosphäre rund um die Triathlon-Wettbewerbe: Mittendrin im Londoner Hyde-Park auch zwei Münchner, die kräftig mitmischten. 1,5 km Schwimmen, 43 km Radfahren und 10 km Laufen galt es zu bewältigen. Der Triathlon der Frauen mit LG Stadtwerke München Athletin Anne Haug stand als Erstes auf dem Programm. Im Oktober letzten Jahres ist Haug nach Australien in die Trainingsgruppe von Darren Smith übergesiedelt . Das Engagement hat sich schon vor dem Wettkampf ausgezahlt , denn allein die Nominierung der Münchnerin glich einer kleinen Sensation. Vor allem an ihrer Schwimmtechnik hat sie in Australien gefeilt. Das harte Training hat sich gelohnt: In London ging sie, wie erhofft, nach dem Schwimmen mit der zweiten Radgruppe auf die Strecke. Dabei hat die Verfolgergruppe um Haug den Anschluss altan die Spitzengruppe leider nicht finden können. Trotzdem schob sich die Athletin mit einer beherzten Leistung (33:42 min) auf der Laufstrecke noch auf Rang elf vor und wurde damit beste Deutsche. Olympiasiegerin wurde nach einem packenden Finish die Schweizerin Nicola Spirig. Ihre Laufzeit war übrigens genauso schnell wie die von Anne Haug. „Hey, da hätte ich mitlaufen können. Aber wenn mir vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, dass ich überhaupt bei Olympia dabei bin…“ wurde die vollends zufriedene Haug im Interview zitiert. (Foto: Michael Rauschendorfer)

altSteffen Justus ist bereits der zweite Olympiateilnehmer in seiner Familie. Sein Vater, Klaus-Peter Justus, stand 1972 im Olympiahalbfinale über 1500 m. Offensichtlich wurde das Lauftalent an Sohn Steffen weitergegeben, denn mit einer Laufzeit von 30:16 min, zählte er, wie Haug, in London zu den schnellsten Läufern. Dass es mit einer Platzierung in den Top-Ten nicht geklappt hat, lag an seiner mäßigen Schwimmleistung. Den knapp zweiminütigen Rückstand konnte er trotz guter Radleistung und der Spitzen-Laufzeit nichtmehr einholen. Bester Deutscher wurde Jan Frodeno (6.). Gewonnen hat, zur Freude der meisten Zuschauer, der favorisierte Brite Alistair Brownlee. 

altFür ihren Auftritt im Olympiastadion hatten sich Kamghe Gaba und die 4×400 m-Staffel einiges vorgenommen. Der Finaleinzug war das hochgesteckte Ziel für das Quartett. Mit 3:03,50 min blieben Jonas Plass (Wendelstein), Kamghe Gaba, Eric Krüger (Magdeburg) und Thomas Schneider (Dresden) hinter den eigenen Erwartungen zurück und ihr Traum vom Endlauf platzte. Auf seinem Blog sind aber schon wieder motivierende Worte vom Münchner Langsprinter zu lesen: „Die Olympischen Spiele sind für mich zwar vorbei, aber mein eigenes Feuer brennt nach wie vor!“