Karoline Pilawa hat beim Cross-Festival in Ingolstadt die Speedcross-Entscheidung souverän gewonnen. Dass sie nicht wie ihre härtesten Konkurrentinnen momentan in Flagstaff im Höhentrainingslager ist, sondern sich in München auf die nächste Saison vorbereitet, sieht sie nicht als Nachteil.

Die 800m-Läuferin ließ beim Meet-IN am Samstag (12.11.2011) der Konkurrenz keine Chance. Mit dem Lauf ist sie grundsätzlich nicht unzufrieden, „Es hat sich gut angefühlt“, so ihr Kommentar. Einziger Wermutstropfen: Mit härterer Konkurrenz hätte sie womöglich „noch mehr aus sich rauskitzeln können.“ Lediglich Stefanie Müller (TSV Bobingen), mit der sie sich seit Jahren schon spannende Duelle um den Speed-Cross-Thron liefert, konnte einigermaßen Schritt halten. Müller, die in der Vergangenheit aus dem Zweikampf schon als Siegerin hervorgegangen ist, musste sich der Münchnerin heuer im Endspurt deutlich geschlagen geben.

Für Karo war der Wettkampf im schönen Ingolstädter Hindenburgpark nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum ersten größeren Höhepunkt, der Deutschen Meisterschaft in der Halle (25./26.02.2012 in Leipzig). Das kommende Jahr mit der DM (16./17.06.2012 in Bochum-Wattenscheid) als Höhepunkt und der EM im Hinterkopf (27.06.-01.07.2012 in Helsinki/FIN) soll endgültig ihres werden. Dass die aktuelle DM-Bronzemedaillengewinnerin nicht wie ihre härtesten Mitstreiterinnen (z.B. Jana Hartmann von der LG Olympia Dortmund) momentan in Flagstaff im Höhentrainingslager weilt, sondern sich in ihrer Heimat in München vorbereitet, sieht sie durchaus positiv. „Ich habe hier beste Bedingungen und vor allem mit Andreas Knauer meinen Spitzen-Trainer vor Ort. Man muss sein Umfeld einfach optimal nutzen, dann hat es auch viele Vorzüge, daheim zu trainieren.“ Das Training hat sie für ihre persönlichen Ziele etwas umgestellt. „Ich trainiere öfter und absolviere mehr Dauerläufe als im letzten Jahr.“, so die Mittelstrecklerin.

Das schönste Erlebnis vergangenes Wochenende war laut Karos Aussage gar nicht ihr eigener Sieg. „Viel mehr habe ich mich über den Erfolg meines Bruders gefreut.“ Stephanus Pilawa, dem sie den Spitznahmen „Karo Nuss“ zu verdanken hat, wurde bei der Männerentscheidung im Speedcross Dritter. Der Name entstand im Kindergarten, als die anderen Kinder dachten Stephanus heißt mit Vornamen Stephan und mit Nachnamen Nuss – konsequenterweise musste dann Karo natürlich auch Karo Nuss heißen. Ergebnisse aus Ingolstadt.

Ein weiterer Bericht über die anderen Ergebnisse aus Ingolstadt folgt!