Das internationale Läufermeeting lockt Jahr für Jahr Anfang der Saison zahlreiche Topläufer nach Pliezhausen, um dort die „krummen Strecken“ zu bewältigen. Auch einige Topathleten der LG Stadtwerke München nutzten die Gelegenheit und zauberten hoffnungsvolle Leistungen auf den Pliezhausener Tartan.
Das erste Duell musste Langhürdenspezialist David Gollnow noch abgeben. Über 300 m-Hürden lief er trotz beachtlicher 35,8 s nur die zweitschnellste Zeit des Tages. Konkurrent Silvio Schirrmeister war in einem vorherigen Zeitlauf 3 Zehntel schneller als der LG Stadtwerke München-Neuzugang. Bei der 300 m Entscheidung ohne Hürden konnte keiner Gollnow schlagen. Sowohl die Hürdenzeit, als auch die phänomenalen 33,34 s für ¾ der flachen Wettkampfstrecke wecken Hoffnungen für starke Leistungen auf der kompletten 400m Stadionrunde.
Sein Trainings- und Vereinskamerad Benedikt Wiesend testete sich ebenfalls auf der Unterdistanz. Er gewann zunächst seinen 150m Zeitlauf in 16,39 s und wurde damit Gesamt-Vierter. Anschließend lief er beim 300m-Lauf in 34,04 s zum dritten Rang. Da bei den Bayerischen Langstaffel-Meisterschaften keine Staffel zustande gekommen war, wollen die beiden Langsprinter zusammen mit Kamghe Gaba und Michael Wilms am 19.Mai bei einem Meeting i
n Jena eine schnelle 4×400 m-Zeit laufen, um sich so für den schnellsten Lauf bei der Deutschen Meisterschaft qualifizieren zu können. Wilms trat in Pliezhausen über 2000m Hindernis an und lief in 5:37,38 min überraschend zum Sieg. Diese Leistung bedeutete eine Verbesserung von satten neun Sekunden gegenüber der Vorjahreszeit. Sein nächster Start ist nächsten Samstag (12.05) bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft in Kassel über 1500m geplant.
Ebenfalls mit Bestleistung startete Laurin Walter in die Saison. Der Schüler des Isar-Sportgymnasiums lief die 300m in 35,43 s und kam damit auf Rang zwei. „Ich bin etwas zu schnell angegangen und hätte gern gewonnen.“, reflektierte er sein Ergebnis selbstkritisch. Sein Vater Christian Walter, der gleichzeitig sein Trainer ist, äußerte sich aber sehr zufrieden über das Ergebnis seines Zöglings: “Mit den zwei Bestleistungen aus Wasserburg (100m in 11,43 s; 200m in 22,49 s) ist das jetzt die dritte Bestmarke im dritten Rennen.“
Ein ähnlich positives Feedback bekam Martina Riedl von ihm: “Man sieht, dass sie wieder richtig Spaß am Sprinten hat.“, analysierte Christian Walter die Läufe über 80 m und 150 m. Martina Riedl startete zum ersten Mal nach langer Verletzungspause und kam auf Anhieb in 10,06 s und 18,29 s auf den sechsten (80 m) bzw. den siebten (150 m) Platz.

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