Nach einem guten ersten Tag folgte ein durchschnittlicher zweiter Tag.

Mit gleich zwei Teilnehmerinnen im 800m Finale hatte man am Vortag überraschend gut abgeschnitten.

Mit Katharina Heinle stand die ehemals Dritte der Deutschen Jugendmeisterschaften (1990) erwartungsgemäss im Finale. Sie hatte im Vorlauf mit 2.09.51 min Saisonbestzeit erzielt und hatte sich als Vierte für das Finale qualifiziert.

Etwas unerwartet war Thea Heim ins Finale vorgestossen. Die A-Jugendliche stellte im Vorlauf eine klare neue Bestzeit mit 2.10.27 min (vorher 2.12.52 min) auf und qualifizierte sich als Sechste für den Endkampf.

Im Finale drückte Anne Kesselring (LAC Quelle Fürth) dem Rennen Ihren Stempel auf. Nach langsamer erster Runde (64 sek) zog die 22-Jährige das Tempo an und enteilte der Konkurrenz. Katharina Heinle lag eingangs der Zielgeraden auf Platz fünf und schob sich noch hinter Hanna Klein und Lisa Hübner auf den vierten Platz. Wiederum Saisonbestzeit mit 2.08.50 min. „Schritt für Schritt nähere ich meiner Bestzeit“, freute sich die 20-jährige Studentin der Wirtschaftsmathematik. Teamkollegin Thea Heim, Studentin der Wirtschaftsinformatik, musste dem abrupten Tempowechsel Tribut zollen und wurde in 2.13.55 min Achte, war aber mit dem Wochenende sehr zufrieden. „Neue Bestzeit und zwei Rennen schneller als meine letztjährige Bestzeit. Das passt.“, gab sich die 18-Jährige entspannt.

So sahen es auch die beiden Heimtrainer Andreas Knauer und Norman Feiler.

Etwas unglücklich zeigte sich dagegen Trainerin Johanna Schneider. Ihr Schützling Christina Muckenthaler hatte im Vorlauf 2.6m/sek Gegenwind und kam über die 100m Hürden der Juniorinnen nicht in den Rhythmus. „Nach der OP im letzten Jahr ist Christina sicher noch nicht ganz fit. Aber hier hatte sie auch noch Pech, da die anderen beiden Vorläufe nahezu windstill waren“., bedauerte Frau Schneider etwas die Umstände. Mit 15.14 sek war auch Christina nicht zufrieden.

Ein weiterer hoffnungsvoller Schützling konnte erst gar nicht nach Bremen reisen. Die Deutsche Hochschulmeisterin über 100m, Nele Baade, hatte sich kurz vor den DM in Bremen einen Kreuzbandriss zugezogen und wird erst im nächsten Jahr wieder ins Gechehen eingreifen.

Insgesamt wurden in Bremen sehr gute Leistungen geboten. Auch die LG STADTWERKE MÜNCHEN kann mit einem Titel (Bichler, Hammer), einem vierten (Heinle, 800m), einem achten (Heim, 800m) und einem neunten Platz (5000m) sehr zufrieden sein.

Schade nur, dass man in Bremen selbst von den Titelkämpfen scheinbar nichts wusste und das Stadion so versteckt und unzugänglich platziert hat, dass sich niemals ein Zuschauer dahin verirrt hätte. Die Leistungen und die AthletInnen hätten anderes verdient gehabt.