Bei den bitterkalten Temperaturen, die momentan in Deutschland vorherrschen, ist jeder froh, drinnen bleiben zu dürfen. Die Werner-von-Lindehalle bot am letzten Wochenende einen warmen Unterschlupf für zahlreiche Leichtathleten, die sich heiße Wettkämpfe lieferten. Es wurden die Süddeutschen Meisterschaften der U16 und U20 ausgetragen, und die Nachwuchstalente der LG Stadtwerke München drückten der Veranstaltung mit satten sechs Siegen einen goldenen Stempel auf.

Monika Kuchler, eine der jüngsten LG Stadtwerke München Teilnehmerinnen, sorgte für eine der besten Leistungen des Wochenendes. Ihre übersprungenen 2,60m im Stabhochsprung bedeuteten die Einstellung des Werner-von-Linde-Hallenrekordes in ihrer Altersklasse und erwartungsgemäß die Goldmedaille. Die Dreizehnjährige möchte aber in dieser Saison noch höher hinaus: Mindestens über 2,70m soll es gehen, das würde die Erfüllung der Kadernorm des BLVs (Bayerischer-Leichtathletik-Verband) bedeuten.

Bereits Mitglied im Landeskader ist Alan Vizjak – und das Zusatztraining macht sich wohl bezahlt. Obwohl er eigentlich noch in der U18 startberechtigt ist, siegte er gegen die zwei Jahre ältere Konkurrenz mit einer Leistung von 14,46m im Kugelstoßen. Besonders hoch einzuschätzen ist diese Weite, weil sein Wurfgerät normalerweise ein Kilogramm weniger wiegt. Aber auch mit der sechs-Kilo-Kugel kam der Schüler gut zurecht und stieß über einen Meter weiter als die Verfolger.

Einen wahren Wettkampfmarathon absolvierte Felix Wolter (M15). Die zahlreichen Starts sollten als Vorbereitung für die Bayerischen Mehrkampf-Meisterschaften am 25.02. (Fürth) dienen. Am erfolgreichsten war er in den Disziplinen 60m Hürden (1.Platz in 8,92s), Stabhochsprung (2. Platz mit 3,40m) und Kugelstoßen (3.Platz mit 12,84m). Außerdem startete er noch in den Sprungdisziplinen Hoch und Weit. Ein ähnliches Pensum absolvierte der gleichalte Idrissa Sow. Er verzichtete dabei sogar auf seine Paradedisziplin, den 60m Sprint, in der er zu den Favoriten zählte. Stattdessen errang – bez. ersprang er im Weitsprung mit einer Weite von 5,72m die Silbermedaille.

Für „doppelte-Doppelsiege“ sorgten vier weibliche Teilnehmerinnen im schwarzen Trikot der LG Stadtwerke München. Amelie Döbler (12,11m) und Lindsey Jonker (11,49m) dominierten das Kugelstoßen und mit Christina Hering (58,27s) und Nicole Klasna (60,49s) strahlten zwei weitere „Black-Beauties“ bei der Ehrung der schnellsten 400m Läuferinnen ganz oben vom Siegerpodest.  Die beiden letztgenannten Protagonistinnen des Langsprints bekamen beim weiteren Start für ihre 4x200m-Staffel noch Verstärkung von Sarah Dohmen und Sina Heubel. In dieser starken Besetzung konnte das Quartett nach einem spannenden Lauf die Goldmedaille in Empfang nehmen (1:45,49min).

Mit zwei Medaillen verließ Paulina Huber die Sportstätte am Olympiapark. Sie siegte mit 1,59m im Hochsprung und belegte mit 9,57s den dritten Platz im Hürdensprint.

Eine unschöne Nachricht überschattet leider die tollen Erfolge der LG Stadtwerke München Athleten. Die Medaillenkandidatin Linda Marques verletzte sich über 60m Hürden bereits im Vorlauf. Sie muss nach erster ärztlicher Untersuchung drei Monate pausieren.

Alle zusätzlichen Medaillen-Gewinner, die Resultate der erwachsenen Sportler, die außer Wertung starteten, sowie die unzähligen weiteren Platzierten sind auf der Ergebnisliste nachzulesen.