Dass aller guten Dinge drei sind,  gilt nicht unbedingt und überall : Bei bitterer Kälte waren einige unerschrockene Läufer der LG Stadtwerke auch beim dritten Durchgang der diesjährigen Winterlaufserie in Ismaning am Start – und halb erfroren deutlich später auch im Ziel: Jan Müller kam in der Serienwertung auf Platz 2 der M 30 (Gesamt: Platz 4), Andreas Allwang gewann die M 35 (Gesamt: Platz 7), ebenso wie Jörg Fichtner die M 50 (Gesamt: Platz 8). Gemeinsam holten die drei den zweiten Rang in der Mannschaftswertung. Claire Perrin ging als Siegerin der weiblichen Hauptklasse ins Ziel (Gesamt Frauen: Platz 4).

 

Dass aller guten Dinge drei sind,  gilt nicht unbedingt und überall : Bei bitterer Kälte waren einige unerschrockene Läufer der LG Stadtwerke auch beim dritten Durchgang der diesjährigen Winterlaufserie in Ismaning am Start – und halb erfroren deutlich später auch im Ziel: Jan Müller kam in der Serienwertung auf Platz 2 der M 30 (Gesamt: Platz 4), Andreas Allwang gewann die M 35 (Gesamt: Platz 7), ebenso wie Jörg Fichtner die M 50 (Gesamt: Platz 8). Gemeinsam holten die drei den zweiten Rang in der Mannschaftswertung. Claire Perrin ging als Siegerin der weiblichen Hauptklasse ins Ziel (Gesamt Frauen: Platz 4). Aber ob der Wettkampf bei den eisigen Temperaturen auch aus trainingstechnischer und gesundheitlicher Sicht gut war?

Bei –17 Grad ging es am Sonntag zum dritten Mal vom Vereinsgelände des TSV Ismaning Richtung Isarauen, diesmal auf einen Rundkurs von  knapp 21,5 km Länge.  An der Spitze war der Lauf durch die Ereignisse im Vorfeld geprägt: Der Gesamtzweite Dennis Pyka und Jan Müller hatten eine Woche zuvor bereits einen Marathon bzw. Halbmarathon in Bad Füssing absolviert, was beides nicht als optimale Vorbereitung für einen Bestzeitenhalbmarathon gilt. LG Stadtwerke München-Athlet Hansi Hildebrand, der die Gesamtwertung anführt, konnte wegen eines medizinischen Eingriffs gar nicht erst antreten. So war sowohl in den Gesamtwertungen, als auch in der Mannschaftswertung, bis dahin noch von der LG angeführt, etwas die Luft raus. Angespannter war da schon Jörg Fichtner, der in der Altersklasse ganze 5 Sekunden Vorsprung auf den Altmeister Karlheinz Michalsky zu verteidigen hatte.

In der Spitze nutzte der ehemalige LG-ler Matthias Ewender die Gunst der Stunde und entschied das Halbmarathonrennen in 1:13:41h deutlich für sich. Jan Müller wurde mit 1:16:32h an diesem Tag Fünfter, Andreas Allwang mit 1:19:16h Siebter. Seniorenläufer Fichtner schaffte es mit 1:20:42h gerade noch in die Top-Ten und ließ damit seine Konkurrenten um zwei Minuten im Eis zurück. Die Geschwindigkeit der Läufer war geprägt von einem Tempo, das sonst im Training oder im Marathon angeschlagen wird. Angesichts der eisigen Minusgrade und der durchgängig verschneiten Strecke war das aber wohl das richtige Maß, um die Balance zu halten zwischen „heil über die Runden kommen“ und einer möglichst kurzen sportlichen Verweildauer draußen im kalten Wald.

Claire Perrin wurde Siebte im sehr stark besetzten Frauenfeld. Sie lief mit 1:31:35h sogar eine recht gute Zeit, schimpfte aber im Anschluss heftig und ist sich sicher, nie mehr bei solchen Bedingungen Halbmarathon laufen zu wollen. Diese oder ganz ähnliche Aussagen waren mehrheitlich unter den Startern der Laufserie zu hören. Während sich die Serien-Läufer also bei warmen Tee und Krapfen gegenseitig mit viel Verständnis für ihre Leiden begegneten, ernteten diejenigen eher Kopfschütteln, die sich nur für diesen Lauf angemeldet hatten. Eigentlich kann man sich so etwas gut sparen, so der Tenor, wenn es nicht gerade der dritte Lauf der Ismaninger Serie ist. Da zwingt man sich halt ins Eis, ob‘s vernünftig ist oder nicht…