Tobias Unger (100m; 4x100m Staffel), Marius Broening (4x100m Staffel) und Malte Mohr (Stabhochsprung) bei den Mannschaftseuropameisterschaften mit DLV-Team auf Rang zwei

Vor zwei Jahren konnte das Team des DLVs (Deutscher Leichtathletik Verband) beim europäischen Mannschaftsvergleich den Titel gewinnen. Letztes Jahr wurde es Dritter. Heuer machte die deutsche Mannschaft in der schwedischen Hauptstadt mit einem guten zweiten Rang (331,5 Punkte) den Medaillensatz komplett. Die meisten Punkte sammelten dieses Jahr die russischen Leichtathleten. Mit 385 Zählern hatten sie deutlichen Vorsprung vor Deutschland (331.5 Punkte) und der Ukraine (304 Punkte).

Einen Beitrag zum guten Abschneiden der Deutschen Mannschaft leisteten auch drei Athleten der LG Stadtwerke München, die für diesen Wettkampf ins Nationalteam berufen wurden.

Am ersten Tag der zweitägigen Veranstaltung hatten die Sprinter Tobias Unger und Marius Broening ihren Einsatz. Im 100m-Sprint kam Tobias Unger mit soliden 10,47 Sekunden auf Rang acht und sicherte dem deutschen Team damit fünf Punkte. Gewonnen hat den Kurzsprint der französische Ausnahmeathlet Christophe Lemaitre mit neuem Landesrekord in 9,95 Sekunden.

Tobias Unger vollzog am Samstag einen Doppelstart. Zusammen mit Teamkamerad Marius Broening, sowie Alex Schaf (VfB Stuttgart) und Aleixo-Platini Menga (TSV Bayer Leverkusen) erreichte er mit dem deutschen 4x100m-Quartett einen starken dritten Rang (38,92s). In dieser Disziplin brachten die Briten (38.60s) gefolgt von den Franzosen (38,71s) ihr Holz als Schnellste ins Ziel.

Während sich das Wetter am Samstag in Stockholm von einer sehr sonnigen Seite zeigte, schüttete es tags darauf, gerade zu Beginn der Wettkämpfe, wie aus Kübeln. Der Regen und die nasse Tartanbahn veranlassten die Veranstalter, den Stabhochsprung-Wettbewerb aus Sicherheitsgründen in eine nahegelegene Halle zu verlegen.

Malte Mohr, der Vize-Hallenweltmeister von 2010, konnte schon mehrfach beweisen, dass er unterm Hallendach ganz besonders stark ist. Auch heute zeigte er trotz wetterbedingtem Umzugsstress mit 5,72m eine sehr ansprechende Leistung. Den Stabhochsprung-Poker gegen Dauerkonkurrent Renaud Lavillenie (5,50m) entschied er zwar für sich, trotzdem sprang nur der zweite Platz für den Münchner heraus. Aufgrund einer geringeren Anzahl an Fehlversuchen gewann der Ukrainer Maksym Mazuryk mit ebenfalls übersprungenen 5,72m den Wettbewerb.

Wegen der neuen Wettkampfstätte fand die Entscheidung ohne TV-Übertragung statt. Eurosport berichtete an beiden Tagen live aus dem Stockholmer Olympiastadion. Wiederholt werden die Sendungen u.a. am Montag (20.06.2011) von 14:45-16:00 Uhr und 18:15-20:45 Uhr.