Katharina Trost hat im Halbfinale der Weltmeisterschaften in Eugene/Oregon über 1500 Meter ihre Haut so teuer wie möglich verkauft. Dennoch reichte es, ebenso wie für ihre deutsche Teamkollegin Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) nicht zum Einzug in den Endlauf. Mit 4:05,87 Minuten lief Trost abermals eine klasse Zeit.

Katharina Trost zog nach ihrem Halbfinale Bilanz: „Der Sturz [von Mitfavoritin Winnie Nanyondo eingangs der Zielgeraden] hat mich nicht beeinträchtigt, das war kurz vor mir. Mir hat er eher geholfen, weil die, die vor mir, waren kurz irritiert, und ich konnte innen vorbeigehen. Ich dachte, dass wir ein bisschen schneller anlaufen, weil das erste Rennen deutlich schneller war. Ich war ein bisschen weiter hinten, weil vor mir so ein Haufen war und ich nicht auf Bahn zwei laufen wollte. Das Gerangel war deutlich mehr als noch im Vorlauf. Aber ich bin echt zufrieden damit, wie ich gelaufen bin, gerade mit der letzten Runde. Davor hatte ich ein bisschen Bammel, weil meine Beine schon nach zwei Runden schwer waren. Auch mit der Zeit bin ich an sich zufrieden, zwei knackige Rennen innerhalb von 24 Stunden, das hilft mir in jedem Fall für die EM.“