Die Leichtathletik-Saison nimmt mit den ersten internationalen Wettkämpfen jetzt so richtig Fahrt auf! Mit dabei sind auch Athleten der LG Stadtwerke München:

Den Anfang macht die Team-EM: In Gateshead (GBR) treffen zwölf Nationalmannschaften aufeinander, um – in je 20 Disziplinen – die beste Leichtathletik-Nation Europas zu ermitteln. Über 400 Meter am Start: Der Münchner David Gollnow, der sich vor zwei Wochen in Regensburg mit Deutscher Jahresbestleistung von 45,72s für einen Einsatz empfahl. Sein Ziel für Gateshead: Möglichst viele Punkte für Deutschland sammeln – eine Platzierung unter den ersten drei scheint anhand der Meldezeiten realistisch. Neben dem Einzelstart über 400 Meter steht Gollnow auch mit der 4×400 Meter-Staffel an der Startlinie. Die Staffel ist auf einer besonderen Mission: Für die Leichtathletik-WM in Moskau um August wird sie vom Deutschen-Leichtathletik-Verband (DLV) nur nominiert, wenn sie in Gateshead die Norm von 3:04 Minuten unterbietet.

 

Dabei mithelfen will auch Gollnows Teamkollege Jonas Plass. Er ist optmistisch, dass die Norm in Gateshead fallen wird: „Wir sind noch nie mit so guten Einzelzeiten zur Team-EM gefahren – Vielleicht können wir sogar die Briten ein wenig ärgern.“

(TV-Übertragung der Team-EM: ZDF: Samstag 18-19 Uhr, Sonntag 16:20-19 Uhr / Eurosport: Sonntag 15:30-19 Uhr)

Die Norm für die WM in Moskau ist die eine Sache – die andere ist, wer dort dann tatsächlich läuft. Dies entscheidet sich erst bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm in zwei Wochen. Hier hofft auch Kamghe Gaba noch ein Wörtchen mitreden zu können. Er hatte in der Vorbereitung Probleme und war in Regensburg als Siebter Deutscher nicht zufrieden. Eine Woche vor Ulm will er bei einem Rennen in Russland „russische Luft schnuppern und Fahrt für die DM aufnehmen“.

Aber nicht nur bei den Männern gehören die 400 Meter-Läufer der LG Stadtwerke München zu den besten in Deutschland:

Benedikt Wiesend, Vierter der U23-DM hofft auf einen Start mit der 4×400 Meter-Staffel bei der Junioren-EM in Tampere (Finnland) Anfang Juli. Auch die Junioren hatten ihre Probleme mit dem Erfüllen der Staffel-Norm: Der geplante Qualifikationswettkampf in Jena war wegen des Hochwassers wortwörtlich „ins Wasser gefallen“. Endgültig nominiert wird wohl kommende Woche.

Sogar für einen Einzelstart konnte sich Laurin Walter empfehlen. Der 17-Jährige startet wohl bei der U18-Weltmeisterschaft in Donetsk (10.-14. Juli) über 400 Meter. Einen letzten Leistungsnachweis muss er dieses Wochenende bei der Jugend-Gala in Schweinfurt erbringen. „Nur“ Dabeisein ist allerdings nicht Walters Sache: Der deutsche Jugendmeister will zeigen, dass deutsche Langsprinter sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen können.

 

In Rieti (Italien) findet vom 18.-21. Juli die U20-Europameisterschaft statt. Natürlich auch die mit LG Stadtwerke München-Beteiligung:

Alexandra Burghardt – erst seit diesem Jahr bei der LG – hat schon zwei Normen erfüllt: Über die 100 Meter und die 100 Meter Hürden. Endgültig für eine Disziplin entscheiden wird sie sich erst nach der Junioren-Gala in Mannheim am 29. Juni. Auch ein Start mit der 4×100 Meter-Staffel ist wahrscheinlich. Ziel ist in jedem Fall die Finalteilnahme. Am meisten freut sich Burghardt auf das „Internationale Wettkampffeeling und den Einsatz mit der Staffel“, bei dem „Team Deutschland“ als Titelverteidiger an den Start geht.

Das zweite Münchner Eisen im Feuer von Rieti: Christina Hering – die deutsche Mittelstrecken- Entdeckung des Jahres – hat ebenfalls schon zwei Normen in der Tasche. Sie kann zwischen den 800 und den 400 Metern wählen. Für die 800 Meter spricht die Sprintstärke Herings, die in einem zu erwartenden taktischen Rennen von Vorteil sein sollte. Dabei kommt sie von Hause aus von den 400 Metern – Letztes Wochenende erst wurde sie in neuer persönlicher Bestzeit (53,60s) Deutsche Juniorenmeisterin. Auch für sie steht erst nach der Junioren-Gala in Mannheim fest, über welche Strecke es in Rieti an den Start geht. Bevor es dann so weit ist, stehen auch für sie noch die Deutschen Meisterschaften in Ulm auf dem Programm.

Der dritte Kandidat für Rieti: Hammerwerfer Simon Lang, der schon Ende Mai in Halle die EM-Norm von 70 Metern mit einem Wurf auf 72,86 Metern locker überboten hat. In der europäischen Jahresbestenliste der U20 liegt er auf Platz neun.

(Bilder: Kiefner)