Ende März, Anfang April – Trainingslagerzeit für Leichtathleten. Auch die Athleten der LG Stadtwerke München sind unterwegs und berichten aus ihren Trainingslagern.

Teil 2 der Serie aus Albufeira (Portugal).

Trainingslager für Speerwerfer – das erfordert Wetterstabilität, einen Sportplatz auf dem der Rasen nicht zum Heiligtum des Fußballs erklärt wurde und einen sehr gut ausgestattetem Kraftraum.

Aus diesen Gründen entschloss sich die Speerwurfgruppe, bestehend aus Raffaela Wiesbeck, Anne Bader, Jonas Bonewit und Coach Stephan Seeck schon Ende vergangenen Jahres in den Süden Portugals zu fliegen, um dem Wetterrisiko in Mitteleuropa aus dem Weg zu gehen.

Am Ostermontag traf sich daher die kleine, bestens gelaunte und bis in die Haarspitzen motivierte Gruppe am Münchner Flughafen, um den Weg zum Zielflughafen Faro in Angriff zu nehmen. Das „Speergepäck“ wurde aus organisatorischen Gründen bereits am Sonntagabend aufgegeben, um einen reibungslosen Transfer zu gewährleisten. Nach einem Zwischenstopp auf Mallorca landete die Gruppe bei einem Temperaturunterschied von rund 20 Grad Celsius zur winterlichen Heimat sicher und wohlbehalten in der Algarve.

Im Hotel angekommen, wurden die Koffer nicht sofort ausgepackt, sondern die Speere in die Hand genommen, um die erste Trainingseinheit zu absolvieren, in derdie Wurfgeräte in den strahlend blauen Himmel gefeuert wurden.

Nach gutem Training wartete am Abend, wie auch an den folgenden Tagen ein vielseitiges Buffet mit reichlich Auswahl auf die vielen hungrigen Sportler.

Begonnen wurden die Tage in der Regel mit einem verschlafenen Morgenlauf an der Steilküste entlang, worauf dann ein ausgiebiges Frühstück folgte, bei dem die Energiespeicher für den Tag aufgefüllt wurden. Nach einer kurzen Verdauungspause bgeab sich die Gruppe auf den Weg zur ersten Trainingseinheit des Tages.

Auf die morgendliche Einheit , folgte nach kurzem Umziehen ein Mittagessen mit beherzten Portionen vom Buffet. Die anschließenden 2 – 3 Stunden wurden von den Beteiligten individuell gestaltet, was jedoch in den meisten Fällen darauf hinaus lief, die in den letzten Wochen schmerzlich vermisste Sonne zu genießen und die Wärme und Bräune zu tanken. Nach Technikeinheiten wurden detaillierte Technikanalysen per Video besprochen. Frisch gestärkt und etwas erholt, ging es also in die zweite Einheit des Tages. Nur an einem Tag war den Athleten ein freier Nachmittag vergönnt.

Nachdem auch diese Einheiten erfolgreich beendet wurden, begab sich die Gruppe mit beeindruckender Zielstrebigkeit zum bereits erwähnten Abendbuffet.

Am Ende einer Woche, 11 Trainingseinheiten, viel Schweißverlust und einigen Fehlerkorrekturen konnte sich das Team im Großen und Ganzen positiv auf die Saison gestimmt wieder auf die Heimreise begeben und blickt nun mit großen Erwartungen auf die ersten Wettkämpfe, die Ende April stattfinden sollen. Da inzwischen der Frühling auch hierzulande Einzug erhalten hat, gilt es in den kommenden Wochen Stück für Stück die Form für die anstehenden Ereignisse auf Nationaler und vielleicht sogar internationaler Ebene zu entwickeln.