Ende März, Anfang April – Trainingslagerzeit für Leichtathleten. Auch die Athleten der LG Stadtwerke München sind unterwegs und berichten aus ihren Trainingslagern.

Teil 3 der Serie aus Flagstaff, Arizona.

Flagstaff/Arizona – Der Ort scheint eine magische Anziehungskraft auf Läufer auszuüben. Nicht umsonst verbringen nicht nur die Bundeskader Mittelstrecke, Hindernis und Langstrecke mit etlichen Bundestrainern, sondern auch viele Weltklasseläufer aus der ganzen Welt hier mindestens 3 Wochen, um in der dünnen Luft die Grundlagen für die kommende Saison zu legen.

Was aber ist das besondere an der 60.000 – Einwohner-Stadt an der Route 66? Zum einen natürlich die Höhe (2100m oder auch 6900ft): Vor allem die Langstreckler schwören auf das Plus an roten Blutkörperchen. Dass man dafür vor allem in der ersten Woche langsamer als zuhause im Flachland unterwegs ist, nimmt man da schon mal in Kauf. Aber auch die gute Infrastruktur mit vielen Laufstrecken (Kenia-Piste, Buffalo Park, Woody Mountain Road) und abwechslungsreichen Trails direkt vor der Haustür, gleich vier verfügbaren Leichtathletikstadien in der Stadt und dem nahen, topausgestatteten Fitnessstudio bieten optimale Bedingungen. Ebenfalls nicht zu leugnen: Der hohe Erlebniswert – Der atemberaubende Grand Canyon ist nur eine Autostunde entfernt. Eine Wanderung die 1400 Höhenmeter runter zum Colorado River und wieder hoch ist für Ausdauerbegabte an einem Tag problemlos möglich und in der ersten Akklimatisationswoche eigentlich ein Muss. Sozusagen als Zugabe ist bei der Anreise ein Zwischenstopp in Las Vegas möglich. Von dort geht es noch 4 Stunden durch einsame Landschaft hoch nach Flagstaff.

All diese Vorzüge von Flagstaff genießen in diesen Tagen auch Sebastian Hallmann und Clemens Bleistein von der LG Stadtwerke München. Für Hallmann ist es nicht der erste Aufenthalt in Flagstaff. Er trainiert hier vorwiegend mit  „Hindernis-Olympionike“ Steffen Uliczka.­­­ Für den Hallen-DM-Zweiten Bleistein hingegen ist es überhaupt erst das zweite Mal in der Höhe.

Oft steht schon vor dem Frühstück ein Auftakt von 4-6 Kilometern auf dem Programm. Nach der Vormittagseinheit, dem Mittagessen und einem Mittagsschlaf ist oft ein Kaffee im Kult-Kaffee „Macys“ nötig, um die letzten Kräfte für die Nachmittagseinheit mobilisieren zu können.

(Weitere Bilder folgen)