Christina Hering von der LG Stadtwerke München vor ihrem 3. Hallentitel über 800 Meter in Serie
Foto: Theo Kiefner

Klappt es mit denn nun dem Triple? Diese Frage stellen sich alle Fans von Christina Hering, der schnellen 800-Meter-Läuferin der LG Stadtwerke München. Die 22-jährige Sportsoldatin, die seit vielen Jahren von Daniel Stoll trainiert wird, reist jedenfalls mit der ambitionierten Zielvorgabe an, am kommenden Wochenende (18./19.02.) in der Arena Leipzig zum dritten Male in Serie bei Deutschen Hallenmeisterschaften den Titel in der Frauenklasse einzufahren. Die Chancen, den Coup zu landen, stehen nicht schlecht, da Hering mit 2:03,48 Minuten die schnellste Meldezeit aufweist.

Die Stoll-Trainingsgruppe ist in Leipzig überhaupt quantitativ wie qualitativ stark vertreten. Gemeldet haben ebenfalls über die 800-Meter-Distanz auch Mareen Kalis, Christine Gess und Katharina Trost. Alle haben das Potenzial, bei geschickter Renneinteilung im Vorlauf den Einzug ins Finale am Sonntag zu schaffen. Die Namen Trost und Gess tauchen in Startlisten über 1500 Meter ebenfalls auf den vorderen Plätzen auf – man darf gespannt sein, welche Distanz sie laufen werden.

Bei den Männern haben wie bei den Frauen ebenfalls vier LG SWM-Aktive das Leipzig-Ticket gelöst. Hochspringer Tobias Potye hofft, seine bislang in dieser Hallensaison überfloppten 2,20 Meter toppen zu können und damit einem Podestplatz sehr nahe zu kommen. Von den gemeldeten Aktiven haben in den vergangenen Wochen einzig Mateusz Przybylko und Eiken Onnen den früheren U20-Europameister Potye übertroffen.

Seinen Startblock im 60-Meter-Hürden-Endlauf aufstellen will auch Sebastian Barth. Nach langer Verletzungsserie in den letzten beiden Jahren hat sich der Schützling von Coach Dirk von Wallenberg diesen Winter eindrucksvoll in der deutschen Elite zurückgemeldet und reist mit der fünftbesten Meldezeit (7,91 Sekunden) an.

Im wahrsten Sinne des Wortes einen starken Auftritt hinzulegen, hat sich LG-SWM-Kugelstoßer Valentin Döbler vorgenommen. Ein Wunschtraum ist es nicht, denn der Polizeianwärter hat sich mit bislang vorgelegten 18,80 Metern unterm Hallendach schon in der deutschen Top Five eingereiht.

Ganz locker an seinen 60-Meter-Vorlauf kann Sprinter Tobias Schneider herangehen, der sich auf den letzten Drücker beim Munich Indoor in 6,87 Sekunden noch die Startberechtigung für die Hallen-DM gesichert hat. Sicherlich gibt es Schneider nochmals Auftrieb, dass er vergangenes Wochenende in Winterberg als Anschieber Deutscher Juniorenmeister im Viererbob geworden ist.

Das Münchner Aufgebot komplettiert die 4×200-Meter-Staffel der Frauen, die mit der elfbesten Zeit gemeldet ist. Viel wird hier davon abhängen, wie gut im Gedränge in der Wechselzone gearbeitet wird.

Eurosport überträgt an beiden Wettkampf-Tagen live aus der Arena Leipzig, am Samstag von 16:15 bis 18:30 Uhr und am Sonntag von 15:30 bis 17:00 Uhr. Am Sonntag schaltet sich auch die ARD Sportschau von 16:50 bis 17:10 Uhr live dazu.

Eine vollständige Teilnehmerliste gibt es hier.