Die Langsprinter David Gollnow (Bild) und Tobias Giehl  von der LG Stadtwerke München müssen die laufende Freiluftsaison aufgrund von Verletzungen vorzeitig beenden.

David Gollnow, Deutscher Meister über 400 Meter 2013, hat schon seit der Hallensaison mit Fußproblemen zu kämpfen. Die Ärzte diagnostizierten ein Knochenmarksödem im Mittelfuß. „Seit März ist es eher schlechter als besser geworden. Die Entscheidung, die Sommersaison drei Wochen vor der DM abzuhaken, ist mir sehr schwergefallen. Da die Verletzung allerdings überhaupt kein Lauftraining zulässt, war dieser Schritt unvermeidbar.“

 

Bis September wird Gollnow nicht die Laufschuhe schnüren, damit der Fuß ausheilen kann. „Der Fokus liegt damit voll auf dem Olympiajahr 2016.“

Tobias Giehl laboriert an einem Muskelfaserriss in der linken Oberschenkelrückseite. Passiert ist das wahrscheinlich schon im März während einer intensiven Trainingsphase. Diagnostiziert wurde er erst später, da das Training ohne große Schmerzen absolviert werden konnte. Bis dahin vermuteten alle, dass es aufgrund der hohen Trainingsbelastung einfach eine Verhärtung der Muskulatur sei. Selbst im Trainingslager in Florida lief es im Training noch ordentlich. Nur die intensivsten Einheiten im Wettkampftempo über die Hürden konnte Giehl nicht wie gewünscht absolvieren. Als es im Mai nach einer Regenerationspause nicht besser wurde, half doch nur der Besuch beim Arzt, der den Muskalfaserriss dann diagnostizierte.

In den folgenden Wochenwurde wurde zwar alternativ trainiert, aber viele intensive Einheiten und wichtige Wettkämpfe verpasst. Zudem ist der Oberschenkel noch immer nicht bei 100%.

Die Entscheidung ist dem 400 Meter-Hürdenläufer, der in den letzten zwei Jahren wegen Fußproblemen nicht die Leistungen von 2011 und 2012 abrufen konnte, schwer gefallen. „Aber am wichtigsten ist jetzt, dass ich gesund in das Grundlagentraining im Herbst einsteige. Dafür werde ich die nächsten Wochen alles nötige tun. Zusammen mit meinen Trainern habe ich einen Trainingsplan ausgearbeitet, wie ich die intensiven Trainingsphasen stabiler und leistungsfähiger überstehe. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das schon bald Früchte tragen wird. Mein Studium werde ich für die kommende Saison auch ein wenig zurückfahren, damit ich mir die nötige Zeit für Regeneration nehmen kann.“

Aufgrund von Verletzungen ist die Saison auch für Hürdensprinterin Christina Muckenthaler und Mittelstrecklerin Katrin Wallner beendet.