Münchner Leichtathleten vor erstem Formtest im Dantestadion

Münchner Leichtathleten vor erstem Formtest im Dantestadion

Am kommenden Sonntag, 21. Juni, richtet die LG Stadtwerke München im Städtischen Stadion an der Dantestraße einen Wettkampf als erste Standortbestimmung für seine Aktiven aus. Insgesamt 100 Personen – Kampfrichter, Helfer und das Organisation-Team vom TSV Forstenried mit inbegriffen – erhalten nach erfolgter Anmeldung Zutritt zum Wettkampfstadion. Zuschauer sind nicht zugelassen. Auf dem Programm stehen für die Altersklassen U16 bis Männer/Frauen mehrere Sprint- und Wurfdisziplinen, der Weitspung sowie die 800-Meter-Distanz, die in Bahnen gelaufen wird.

Seit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes auf Leichtathletikanlagen am 11. Mai konnten nunmehr sechs Trainingswochen absolviert werden. Während des Corona-Lockdowns war zuvor über einen Zeitraum von acht Wochen ohne Zugang zu Sportstätten vor allem das Improvisationstalent der Trainer*innen und Sportler*innen gefragt. Inwieweit sich dennoch eine Form aufbauen ließ, soll nun allmählich ermittelt werden. Die Nachfrage nach Wettkampfmöglichkeiten zog zuletzt spürbar an. Seit dem 8. Juni sind in Bayern Wettkämpfe in kontaktlosen Freiluft-Sportarten wieder erlaubt. Die vereinsinterne Münchner „Challenge“ zählt zu den ersten Leichtathletik-Wettkämpfen im Freistaat.

Der Mindestabstand von 1,50 Meter gilt im Übrigen auch auf der Laufbahn, weshalb jede zweite Bahn leer bleibt

Mindestabstand, Maskenpflicht und Händedesinfektion stehen am Sonntag ganz oben auf der Tagesordnung. Nur das wirklich notwendige Kampfrichterpersonal wird im Stadion sein. Eine elekronische Weitenmessung im Wurfbereich ermöglicht zusätzliche Distanz. Organisationschef Reinhard Maier und sein Team sind bestens vorbereitet. Auch für ihn gilt es, Erfahrungen für weitere Wettkämpfe im Sommer zu sammeln.

Ein Testlauf soll der Wettkampf am Sonntag in erster Linie für die Sportlerinnen und Sportler sein. Am Start sind auch etliche Bundes- und Landeskaderathleten aus München, die allesamt dem Nachwuchsbereich zugerechnet werden können. Stellvertretend genannt seien im Sprintbereich U20-Staffeleuropameister und amtierender Deutscher 60-Meter-Hallenmeister Fabian Olbert sowie Viola John (U18), DM-Bronzemedaillengewinnerin über 200 Meter in der Halle. Im Wurfbereich schickt sich die Trainingsgruppe um Joel Akue, Dominik Idzan und Alexander Schaller an, möglichst schnell wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Bereits am heutigen Freitag nehmen die beiden Münchner Speerwurf-Asse Elisabeth Hafenrichter und Jonas Bonewit eine Wettkampfmöglichkeit bei Bundestrainer Boris Obergföll in Offenburg wahr. Die erfolgreichen Mittelstrecklerinnen der LG SWM blicken ebenfalls voller Vorfreude auf einen verspäteten Saisonstart. So wird beispielsweise Christina Hering Anfang Juli in Luzern an der Startlinie stehen. Zu einem ähnlichen Zeitpunkt wollen auch Laura Gröll und Tobias Potye, beide nach ihren jüngsten Hochsprungerfolgen aus der Hallensaison infolge der Corona-Pandemie unsanft gelandet, wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen.

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