Tobias Potye von der LG Stadtwerke München
Hochspringer Potye will in Dortmund als Vorjahreszweiter und Zweiter der Bestenliste erneut hoch hinaus, Foto: Theo Kiefner

Zehn Aktive reisen für die LG Stadtwerke München an diesem Wochenende zur Deutschen Hallenmeisterschaft nach Dortmund, darunter sieben männliche Vertreter.

Einer davon ist 3000-Meter-Läufer Clemens Bleistein, der vergangenes Wochenende im französischen Metz mit 7:51,51 Minuten die Hallen-WM-Norm von 7:52 geknackt hat und damit die bislang zweitschnellste Zeit eines DLV-Athleten im Jahre 2018 vorweist. Nach einem „Sabbatical“ in 2017 aufgrund seines Berufsabschlusses als Mediziner greift der 27-Jährige heuer wieder voll an und will nach zwei Bronzemedaillen von 2015 und 2016 die etablierten Rivalen wie den Jahresschnellsten Richard Ringer und WM-Teilnehmer Timo Benitz in der Helmut-Körnig-Halle herausfordern.

Medaillenchancen hat weiterhin Hochspringer Tobias Potye, der mit seinen überquerten 2,22 Metern bislang lediglich Mateusz Pryzybylko (2,24 Meter) den Vortritt lassen musste. Der Silbermedaillengewinner des Vorjahres hat in den vergangenen Wochen permanent gute Leistung auf hohem Niveau geboten und fährt selbstbewusst in den Ruhrpott.

München hat sich mittlerweile zu einer deutschen Dreisprung-Hochburg gemausert. In seinem ersten Jahr in der U23 hat sich Paul Walschburger am Vorwochenende in Sindelfingen auf 15,87 Meter gesteigert. Einzig Europameister Max Hess kann eine bessere Vorleistung vorweisen. Auch ein zweiter Schützling von Trainer Richard Kick kann vorne mitmischen: David Kirch, ebenfalls gerade der U20 entwachsen, belegt momentan mit 15,40 Metern Position fünf der Jahresbestenliste. Und als Nachrücker und damit dritter LG-SWM-Starter in dieser Disziplin ist auch noch Patrick Lutzenberger dabei, der mit ein wenig Glück ebenfalls den Einzug ins Finale schaffen kann.

Sebastian Barth ist einer von insgesamt fünf 60-Meter-Hürden-Läufern, die in der nationalen Jahresbestenliste mit einer Zeit von unter acht Sekunden geführt werden. Mit 7,96 Sekunden nimmt Barth Rang drei ein und hat damit berechtigte Medaillenambitionen.

Im Feld der Kugelstoßer wird ebenfalls ein LG-SWM-Athlet mit von der Partie sein: Valentin Döbler reist mit der zehntbesten Vorleistung (18,57 Meter) an.

Zuhause bleiben muss hingegen Weitspringer David Faltenbacher. Der hatte am Vorwochenende beim Munich Indoor blitzsaubere 7,53 Meter abgeliefert, womit er in der Bestenliste auf Rang acht geklettert ist. Allerdings erzielte Faltenbacher diese Leistung erst nach Meldeschluss, nachdem er sich die Wochen zuvor vergeblich an der geforderten Norm von 7,40 Meter versucht hatte. Ein Nachrücken ist trotz allen Einsatzes aufgrund eines bereits 15 Teilnehmer umfassenden Starterfeldes nicht mehr möglich.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband sendet einen Livestream und Live-Ergebnisse von den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund. Der Livestream startet mit Beginn der ersten Wettbewerbe am Samstag gegen 11:25 Uhr und am Sonntag gegen 12:25 Uhr.

Der Zeitplan der Münchner Starter:
Samstag
15:40 Uhr, 60-Meter-Hürden (Vorläufe)
16:20 Uhr, Kugelstoß (Finale)
17:25 Uhr, 3000 Meter (Finale)
17:40 Uhr, 60-Meter-Hürden (Finale)

Sonntag
13:10 Uhr, Dreisprung (Finale)
13:15 Uhr, Hochsprung (Finale)