Was bewegt Kamghe Gaba? Der 400 Meter-Läufer der LG Stadtwerke München bloggt in Zukunft in unregelmäßigen Abständen auf der Homepage der LG Stadtwerke München über seine Lieblingssportart Leichtathletik!

 Teil 3 – Ziele

 Damals mit ca. 16 Jahren dachte ich mir „Eines Tages werde ich über 200m bei den Olympischen Spielen an den Start gehen und im Finale stehen“. Vergangenes Jahr sah ich das ein wenig anders – LEIDER!

Je jünger, unerfahrener und auch naiver ich war, umso größer und schöner waren meine Träume. Alles schien so einfach und der Glaube, dass sich der Traum eines Tages erfüllt, war unglaublich fest verankert. Hätte mir einer zu diesem Zeitpunkt gesagt „Kamghe, hör auf zu träumen und fang an, die Dinge realistisch zu sehen“, wäre meine Antwort gewesen „Du wirst schon sehen“!

Genau diese Gedanken sind es, die einen so unbesiegbar machen. Der Glaube an sich selbst! Es nicht zu hoffen, sondern es für den Moment zu wissen.

Mit der Zeit wird einem dieser Glaube an sich selbst genommen. Die Träume werden kleiner und man fängt an, auf andere zu hören.

Komm aus deiner Traumwelt“ bekommt man gesagt. Von Menschen, die den Sport selber nicht mehr leben und lieben, oder auch einfach selber das Träumen und Glauben verlernt haben.

Siehst du, ich sagte doch du kannst das nicht“!

Hört man solche Sätze selten – kann man noch weghören. Häufen sich solche Sätze – denkt man plötzlich anders. Ehe man sich versieht, glaubt man dann selber an das, was einem gesagt wird. „Olympiafinale über 200m … es wäre schön, eines Tages überhaupt bei Olympia zu sein“. Wer so denkt, hat den Glauben an sich selbst aufgegeben!

Doch ist es nie zu spät, wieder anzufangen mit dem Träumen. Sich selbst die Welt neu zu gestalten, sich an Orten und in Situationen zu sehen, welche man nur mit sich selbst teilt. Denn da können sie einem nicht zerstört werden!

Lautet mein Traum „Bayerischer Meister“, dann ist das eben so und dann muss ich da selber so lange wie nur möglich daran glauben. Träume ich von Olympia-Gold, dann gilt dasselbe!

Im Grunde kann man sich seine Ziele nämlich nie zu hoch stecken. Solange man selbst an sich glaubt und träumen kann, solange ist die eigene Welt in Ordnung!

Das Träumen wurde mir selber mit der Zeit genommen. Auch der Glaube an mich selbst litt darunter. Doch jetzt bin ich in meiner Traumwelt wieder angekommen. Und es ist so unbeschreiblich schön dort.

Das letzte mal, als ich mich dort aufhielt, kam ich meinen Träumen immer näher. Ich konnte sie teilweise sogar mit offenen Augen und am helllichten Tage sehen.

Mein Rat für Jedermann ist folgender:

Fangt an zu träumen und zu glauben – dann kommt das Ziel auf euch zu!“

 

Foto: Patrick Knecht (www.urbannatural-photgraphy.com)