Am 25.06.2014 hieß es diesmal auf dem Marienhof „schneller, höher, weiter“ beim Jump and Fly München, das die Veranstalterin, die Landeshauptstadt München, nun schon zum dritten Mal mit dem sportlichen Ausrichter LG Stadtwerke München organisiert hat.

Vor rund 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauern holte sich der Deutsche Tobias Scherbarth, mit einer Höhe von 5,60 m den Sieg im Stabhochsprung beim 3. Jump & Fly auf dem Münchner Marienhof. Der 29-Jährige frisch gebackende Team-Europameister, der für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet, bestätigte damit seine gute Form auf internationalem Parkett: „Es hat mir vor diesem Publikum sehr großen Spaß gemacht. Mit der Anlage bin ich heute sehr gut zurecht gekommen und freue mich, wenn ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein kann“, so Scherbarth.

Die Plätze zwei und drei belegten Konstadinos Filippidis (5,40 m) aus Griechenland und Igor Bychkov (ebenfalls 5,40 m) aus Spanien. Zwei vierte Plätze teilten sich Robert Renner aus Slowenien und Sergey Kucheryanu aus Russland (beide 5,20m). Mit der gleichen Höhe, aber zwei Fehlversuchen mehr, landete der Deutsche Konrad Tom auf dem fünften Platz. Unglücklich verlief der Wettkampf für Hallen-Vizeweltmeister Malte Mohr, der dreimal an der Anfangshöhe über 5,40 m scheiterte und damit ohne gültigen Versuch blieb. Weltmeister Raphael Holzdeppe musste aufgrund von Wadenproblemen nach dem Einspringen auf seinen Start verzichten.

Auch die deutschen Weitspringerinnen durften stolz auf ihre Leistungen sein. In einem spannenden Wettkampf erreichte Vorjahressiegerin Michelle Weitzel aus Regensburg eine beachtliche Weite von 6,39 m und belegte mit nur einem Zentimeter Rückstand auf die Rumänin Alina Rotaru (6,40 m) den zweiten Platz. Nur zwei Zentimenter dahinter landete ihre Landsfrau Lisa Kurschilgen (6,37 m) auf dem dritten Platz. Als Vierte komplettierte Maryna
Bekh aus der Ukraine die Wertung der Damen. Sie erreichte eine respektable Leistung von 6,08 m. Die Olympiasiegerin im Weitsprung von 2008, Maurren Higa Maggi aus Brasilien, mußte nach ihrem ersten Versuch verletzungsbedingt aufgeben.

Die Weitsprung-Männer gaben sich ebenso unbeeindruckt von der eher kühlen Witterung und zeigten einen starken Auftritt. Am Ende lag Ignisious Gaisah aus den Niederlanden knapp, aber souverän mit einer Weite von 7,92 m vorne und sicherte sich den Titel als bester Weitspringer des Abends. Zweiter wurde der Cubaner Wilfredo Martinez mit einem Satz von 7,90 m. Als Drittplatzierter beendete Markus Rehm, Paralympicssieger von 2012 und IPC Weltrekordhalter, seinen Wettkampf und begeisterte das Publikum mit einer Weite von 7,87 m. Aleksandr Petrov aus Russland landete bei 7,64 m in der Grube und wurde mit dieser Leistung Vierter. Der Deutsche Florian Oswald konnte nach einer Verletzung beim Einspringen nicht ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Witterungsbedingt gelang es in keinem Wettbewerb, die geforderten Normen für die EM in Zürich zu knacken. Beim Stabhochsprung der Männer ist eine übersprungene Höhe von 5,70 m erforderlich. Im Weitsprung liegt die vorgeschriebene Norm bei 6,70 m für die Frauen und bei 8,05 m für die Männer.

Auf der Event-Seite Jump and Fly München findet ihr die weiteren News zur Veranstaltung. Auf unserer Facebook-Fanseite gibt es bereits einige tolle Bilder zu sehen.

Vielen Dank an alle, die bei der Durchführung der Veranstaltung geholfen haben!