Christina Hering von der LG Stadtwerke München
Die 32 besten 800-Meter-Läuferinnen Europas gingen in Berlin an den Start – Hering zog mit einem „Q“ und der insgesamt siebtbesten Zeit souverän ins Semifinale ein

Die gute Nachricht zuerst: 800-Meter-Läuferin Christina Hering hat sich am Dienstagvormittag souverän für das EM-Halbfinale am Mittwoch um 19:55 Uhr im Berliner Olympiastadion qualifiziert. Platz drei im Vorlauf und eine Zeit von 2:01,57 Minuten bedeuteten ein großes „Q“ und damit den direkten Einzug in die nächste Runde. Kontrolliert reihte sich die LG-SWM-Athletin lange an vierter Stelle ein, um nach knapp 61 Sekunden für die Streckenhälfte das Tempo zu verschärfen und sich 80 Meter vor Schluss auf Rang drei zu schieben.

„Ich wollte am Ende unbedingt den dritten Platz. Da wusste ich noch nicht, dass Sechs aus meinem Lauf weiterkommen. Aber ich wollte sicher sein, dass ich mich qualifiziere. Jetzt bin ich erst einmal froh, dass alles geklappt hat. Ich habe noch nie erlebt, dass es einen deutlichen Temperaturunterschied zwischen der Gegengeraden und der Zielgeraden gibt. Das war eine richtige Erfrischung auf der Zielgeraden. Jetzt muss man mal sehen, mit wem ich morgen im Lauf bin. Ich werde alles dafür geben ins Finale zu laufen“, so Hering nach dem Rennen.

Die Ergebnisse der 800-Meter-Vorläufe der Frauen gibt es hier.

Johannes Trefz von der LG Stadtwerke München
„Not my day, not my race“, resümierte der Münchner nach seinem Vorrunden-Aus

Der dreifache deutsche 400-Meter-Meister Johannes Trefz hingen ist nach einem sechsten Vorlaufplatz und einer Zeit von 46,53 Sekunden im Vorlauf ausgeschieden. Jeweils die ersten Drei aus vier Vorläufen und zusätzlich drei Zeitschnellste zogen in die nächste Runde ein.

„Ich habe gut ins Rennen gefunden, aber es wurde schon früh richtig schwer. Ich habe alles gegeben, kann aber nicht sagen, warum ich nicht die Form hatte, die ich eigentlich hätte haben müssen. Ich habe in der zweiten Kurve versucht, Druck zu machen und noch an die anderen ranzukommen. Aber genau das ging nicht“, gab Trefz enttäuscht zu Protokoll.

Ob es ausgerechnet Hochdruckgebiet Johannes war, das dem 26-Jährigen zusetzte, ließ sich kurz nach dem Rennen noch nicht ausmachen. Der Münchner will sein unerwartetes Ausscheiden nun ganz schnell abhaken, um am Freitag mit der Staffel einen besseren Tag zu erwischen. Die Erstrunden-Ergebnisse des 400-Meter-Wettbewerbs gibt es hier.

Fotos: Theo Kiefner

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