Im Jahr 2009 nahm Georgina Schneid (22) von der LG Stadtwerke München erstmals an den „Deaflympics“ (Olympische Spiele für Gehörlose) in Taipei/Taiwan teil. Im letzten Jahr fanden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften für Gehörlose in Toronto/Kanada statt, dort belegte Georgina den vierten Platz im Siebenkampf.

Nun geh es wieder zu den „Deaflympics“, die dieses Jahr vom 26.07.-05.08. in Sofia/Bulgarien stattfinden.

Seit November 2012 hat Georgina ihr Training intensiviert: 5-6 Einheiten stehen pro Woche auf dem Plan. Dabei wird sie von insgesamt sechs verschiedenen Trainern unterstützt und betreut. Ihre Ausbildung als Industriekauffrau bei der Siemens AG in der kaufmännischen Schule für Hörende und Berufsschule für Gehörlose in Essen muss Georgina mit dem Training unter einen Hut bekommen.

Im April, Mai und Juni absolvierte Georgina viele Wettkämpfe, um die Siebenkampf-Norm von 3800 Punkten für die „Deaflympics“ zu erfüllen. Mitte Juni war es dann soweit: Mit 4023 Punkten steigerte sie sich gegenüber dem Vorjahr um fast 300 Punkte.

In der Folge lief nicht alles rund: Seit Wochen plagen sie Probleme mit der Achillessehne. Mehrere Besuche bei Ärzten und Physiotherapeuten brachten Besserung, so dass Georgina voller Vorfreude und Zuversicht nach vorne schaut.

Leider wurde der Nationalkader der Gehörlosen in der Leichtathletik ausgedünnt – nur sieben Leichtathleten werden mit nach Sofia reisen. Im Gegensatz zu den Mannschaftssportarten ist die Qualifikation an anspruchsvolle Zeiten, Weiten und Höhen gekoppelt.

Georginas Ziele für die Wettkämpfe in Sofia: Eine neue persönliche Bestleistung im Siebenkampf und ein Finaleinsatz mit der 4x100m-Staffel. Besonders freut sie sich, dass die ganze Familie (Mutter und Schwester) und ihr Freund vor Ort im Stadion in Sofia mitfiebern können.