Beim 30. Ludwig-Jall-Sportfest im Münchner Dantestadion, das der Post-Sportverein München gemeinsam mit der LG Stadtwerke München veranstaltet, traten am Samstag insgesamt 600 Leichtathleten gegeneinander an. Besonders im internationalen Eliteprogramm des Pfingstmeetings stellten gleich mehrere Athletinnen und Athleten der LG Stadtwerke München unter Beweis, dass sie für die Freiluftsaison bestens gerüstet sind.

Der erste Startschuss ertönte um 10:30 Uhr und die erste internationale Norm fiel bereits am frühen Nachmittag: Die 18-jährige LG-Sprinterin Lisa Petkov siegte über 400m Hürden in 59,54sek und empfahl sich damit für die U20-Europameisterschaft in diesem Jahr. Zahlreiche Tagessiege in den Nachwuchswettbewerben sicherte sich die Windhoek High School aus Namibia, die mit einer Gruppe junger Leichtathleten in München gastierte.

Im Vorprogramm begeisterten auch die blinden Sprinter des Behindertensports im Post-Sportverein das Publikum, indem sie die Zeitläufe gegen sehende Läufer gewinnen konnten.
Ab 16 Uhr leitete die Böllerschützenkompanie Feldmoching imposant und lautstark zum internationalen Teil des Pfingstmeetings über.

Die ersten Plätze in den 100m-Rennen belegten zwei österreichische Starter. Bei den Frauen siegte Tamara Seer in 12,17sek, bei den Männern war Markus Fuchs (10,88sek) nicht zu schlagen.

Für die ersten Höhepunkte im Elitemeeting sorgten die beiden Speerwerfer Lars Hamann (Dresdner SC) und Jonas Bonewit (LG Stadtwerke München). Hamann löste mit 82,89m sein Ticket für die Weltmeisterschaft in Peking und verbesserte den bisherigen Meeting-Rekord um mehr als sechs Meter. Für U23-Werfer Jonas Bonewit lief es ähnlich gut. Der 19-jährige Münchner steigerte seine persönliche Bestleistung auf 76,54m und erfüllte somit die erforderliche Weite für die U23-Europameisterschaft in Tallinn. Dritter wurde der Lette Gatis Cakss mit 74,64m.

Den 400m-Lauf der Männer entschied LG-Athlet Johannes Trefz in 47,23sek für sich. In einem spannenden Finish setzte sich der gebürtige Starnberger gegen Luke Lennon-Ford aus Großbritannien (47,24sek) und Edino Steele aus Jamaika (47,28sek) durch.

Mit einem Sieg und neuer persönlicher Bestleistung über die 400m bestätigte Christina Hering ihre bestechende Form. In 53,58sek verwies die Deutsche Hallenmeisterin über 800m Daniela Ferenz von der LG Neckar-Enz (54,09sek) und Trainingskollegin Fabienne Kohlmann von der LG Karlstadt-Gambach-Lohr (54,82sek) auf die Plätze.

Ein schnelles Rennen sahen die Zuschauer auch über die 400m Hürden. Der Brite Jack Green siegte in 50,02sek vor Janis Baltuss aus Lettland (51,48sek) und Leonardo Capotosti (51,54sek) aus Italien. LG-Hürdenspezialist Tobias Giehl musste verletzungsbedingt passen.

Siegerin des 200m-Rennens der Frauen wurde die Italienerin Benedicta Chigbolu in 24,04sek. Die Plätze zwei und drei gingen an die Österreicherinnen Viola Kleiser (24,69sek) und Tamara Seer (24,86sek).

In den 200m-Läufen der Männer saßen gleich sechs LG-Athleten in den Startblöcken. Schnellster im Ziel war Kamghe Gaba in 21,15sek vor seinen Vereinskollegen Benedikt Wiesend (21,58sek) und David Gollnow (21,59sek). Zeitgleich mit dem Briten David Bolarinwa lief auch LG-Kurzsprinter Christian Rasp über die Ziellinie (21,61sek).

Im Kugelstoßen hielt der erfahrene Robert Dippl vom TSV 1880 Wasserburg den in der Hallensaison stark aufgekommenen Christian Zimmermann vom Kirchheimer SC mit Stößen zwischen 18,23m und 18,27m erfolgreich in Schach. U20-Kugelstoßer Valentin Döbler aus der LG Stadtwerke München, der die U20-EM-Norm bereits erfüllt hat, übertraf erneut mehrmals die 18m-Marke (18,08m).

Die 1.500m der Männer gewann Jerry Motsau aus Südafrika in 3:45,68min vor seinem Landsmann Armin Botha (3:47,79min). Schnellster LG-Läufer war Johannes Hillebrand in 4:04,01min.

Zum Abschluss des Elitemeetings bekräftigte die 4x400m-Staffel der LG Stadtwerke ihre Ambitionen auf den erneuten Gewinn des Deutschen Meistertitels. Das Quartett bestehend aus David Gollnow, Benedikt Wiesend, Johannes Trefz und Kamghe Gaba hat sich – auch dank toller Unterstützung von den Tribünen – mit einer Zeit von 3:09,52sek (neuer Meeting-Rekord) in eine gute Ausgangsposition gebracht. Den zweiten Platz erlief sich die U20-Staffel des DLV mit Laurin Walter in 3:12,77sek und verpasste damit nur knapp die U20-EM-Norm.

Der Ludwig-Jall-Ehrenpreis für die beste Leistung der Veranstaltung gestiftet vom Präsidium des Post-Sportvereins München ging an Speerwerfer Lars Hamann. Herzlichen Glückwunsch!

Ein besonderer Dank gilt allen Helfern des Post-Sportvereins und der LG Stadtwerke München, die sich im Rahmen des Ludwig-Jall-Sportfests engagiert haben.

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