Amelie Döbler von der LG Stadtwerke München
Hat sich nach einer Fußverletzung wieder eindrucksvoll zurückgekämpft, Foto: Theo Kiefner

Ein perfektes Wochenende haben Diskuswerferin Amelie Döbler und Dreispringer Paul Walschburger – beide starten für die LG Stadtwerke München – hinter sich. Jeweils bei der U20-Gala des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Mannheim überboten beide die Normen für die U20-Europameisterschaften (20.-23. Juli) im italienischen Grosseto.

Bei Amelie Döbler, der letztjährigen U18-EM-Zweiten, platzte im fünften Versuch der Knoten. Der Diskus schlug erst nach 50,33 Metern auf, was ihr nicht nur die Normerfüllung (50 Meter), sondern auch die zwischenzeitliche Führung einbrachte. Die wurde Döbler zwar noch von der Wattenscheiderin Julia Ritter (52,75 Meter) entrissen, doch am Ende war der Jubel bei der 1,90-Meter großen Münchnerin, die im Frühjahr noch durch eine Fußverletzung ausgebremst wurde, riesig.

Paul Walschburger legte im Dreisprung eine Punktlandung hin (Video). Der Schützling des ehemaligen deutschen Dreisprungmeisters Richard Kick landete im Hop-Step-Jump exakt bei jenen 15,60 Metern, die der DLV für ein Grosseto-Ticket verlangt. Eine Weite, die bei dieser Veranstaltung den Tagessieg bedeutete. 15,56 Meter hatte zuvor die Bestmarke des 19-Jährigen betragen, der in Mannheim nach 15,39 Meter zum Auftakt drei ungültige Versuche produzierte. „Ich freue mich total“, erklärte Walschburger, der als Erfolgsrezept ausgegeben hatte, sich gedanklich nicht mit der Norm zu befassen. „Ich habe das total ausgeblendet. Ich wollte einfach nur einen guten Wettkampf machen und gewinnen.“

Die offizielle Vergabe der Startplätze für Grosseto durch den DLV wird für die kommenden Tage erwartet. Alle Ergebnisse der Mannheimer U20-Gala vom Wochenende finden Sie hier.