Bei Temperaturen wie an diesem Wochenende kommt Sport wohl den wenigsten in den Sinn – Einige mutige Athleten der LG Stadtwerke München hatten sich trotzdem schon am Donnerstag nach Rostock aufgemacht: Zu den Deutsche Jugendmeisterschaften, für viele der Abschluss einer langen Leichtathletik-Saison.

 

Christina HeringFür Christina Hering nicht nur eine lange, sondern vor allem auch eine erfolgreiche Saison: Nach Bestzeiten am Fließband und einem dritten Platz bei der U20-Europameisterschaft über 800 Meter und mit der 4×400 Meter Staffel sollte das 400 Meter-Finale in Rostock das „Sahnehäubchen“ sein. Und tatsächlich lief Hering in 53,70s zum Titel. Dass es bei Hitze und starkem Wind mit der geplanten Bestzeit nicht ganz geklappt hatte, wird sie verschmerzen können.

Auch Simon Lang, U20-EM-Vierter im Hammerwurf, wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Alle seine vier gültigen Versuche hätten zum Titelgewinn gereicht. Seine beste Weite (71,01m) erzielte er im 5. Versuch. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz: Über 7 Meter.

Beim Hammerwurf der weiblichen Jugend belegte Anna Rinderle den sechsten Platz.

Mit zwei Medaillen war Laurin Walter für die Hälfte der LG SWM-Medaillen verantwortlich. Ganz zufrieden wird der 17-Jährige mit seinem Wochenende trotzdem nicht sein: Als Favorit über die 400 Meter verpasste er im Duell mit Constantin Schmidt (Obertshausen) knapp die Goldmedaille. Die am Sonntag in Bestzeit (21,86s) erlaufene zweite Silbermedaille über 200 Meter sollte ihn dagegen zufriedenstellen. Auch Walters Saison neigt sich nach einer erfolgreichen Saison mit Bayerischem U18-Rekord über 400 Meter nun dem Ende zu.

Simon LangGanz knapp verpasste Speerwerfer Jonas Bonewit eine Medaille. Ihm fehlten am Ende nur 11 Zentimeter zum erhofften Bronzeplatz.

Valentin Döbler belegte mit der Kugel (17,28m) und mit dem Diskus (53,37m) jeweils den 6. Rang bei der U18.

Weitspringer Daniel Troßmann verpasste im U18-Wettkampf eine Medaille. Mit seiner Weite von 6,83m fehlten ihm als Siebtem 21 Zentimeter zu Bronze.

Hürdensprinterin Laura Weiß erreichte das Finale über die 100 Meter Hürden und belegte dort mit einer Zeit von 14,45s den guten 5. Platz, nachdem sie im Zwischenlauf mit 14,27s Saisonbestleistung gelaufen war.

Die Medaillenränge verpassten leider die Sprintstaffeln: Die Jungs kamen in der Besetzung Troßmann/Salassidis/Bauer/Faltenbacher auf Rang 5, die Damen mit Weiß/Weiß/Rieger/Wolf mussten wegen eines Wechselfehlers aufgeben.

(Komplette Ergebnisliste)

Fotos: Kiefner