Über zwei Tage finden am Wochenende in Ulm die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften statt. Dabei geht es nicht nur um Gold, Silber und Bronze, sondern für die Besten auch um die Qualifikation für die Europameisterschaften in Zürich vom 12.-17. August.

Mit guten Chancen machen sich auch einige Athleten der LG Stadtwerke München auf den Weg in die Domstadt.

 

Kamghe Gaba hat die Einzelnorm für Zürich über 400 Meter als einziger Deutscher bereits erfüllt. Doch ein gutes Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften ist neben der Norm das zweite Qualifikationskriterium. Teamkamerad und Vorjahressieger David Gollnow hofft, in Gabas Sog ebenfalls noch auf den EM-Zug aufspringen zu können. Nach den Bayerischen Meisterschaften in München vor zwei Wochen holte sich Gollnow im Trainingslager in Südtirol den letzten Schliff für Ulm. Mit Newcomer Johannes Trefz hat die LG Stadtwerke München ein weiteres heißes Eisen im Feuer.  Mit starken Leistungen im Mai hatte er sich für eine Nominierung für die 4×400 Meter-Staffel bei der Team-EM in Braunschweig empfohlen, kam als Ersatzmann jedoch nicht zum Einsatz. Doch in Ulm bekommt Trefz seine zweite Chance, da ein Platz unter den besten vier in Ulm auch zu einem Start in der 4×400 Meter-Staffel in Zürich berechtigen sollte. Und noch ein vierter Athlet der LG Stadtwerke München hofft auf einen Platz auf dem Treppchen: Jonas Plass – im Vorjahr an gleicher Stelle Zweiter hinter Gollnow – ist mit der 6.-schnellsten Zeit gemeldet. Nach einer schwierigen Vorbereitungsphase ist Benedikt Wiesend noch nicht voll auf der Höhe, geht jedoch wie seine Teamkollegen mit Hoffnungen auf den Finaleinzug in die Vorläufe am Samstag. Das 400 Meter-Finale steigt am Sonntag um 16:50 Uhr.

Mit dieser Dichte sollte die 4×400 Meter Staffel, die zum Abschluss am Sonntagnachmittag stattfindet, als Topfavorit auf Gold ins Rennen gehen. Doch es ist Vorsicht geboten: Schon im Vorjahr wurde die Staffel der LG Stadtwerke München vom Team aus Magdeburg überrascht.

Über die zwei Stadionrunden geht Christina Hering ins Rennen. Nach zwei schnellen Rennen in den vergangenen Wochen in Oordegem/Belgien (2:01,88min) und Sopot/Polen (2:02,80min) hofft sie, in Ulm ihre gute Form zu bestätigen und in die Medaillenränge zu laufen. Die Norm für die EM in Zürich steht bei 2:00,50min und scheint außer Reichweite.

Mit der fünftbesten Weite des Jahres geht Johannes Bichler ins Medaillenrennen im Hammerwurf. Der Vizemeister des Vorjahres hatte zuletzt ansteigende Form gezeigt und bei den Bayerischen Meisterschaften in München vor zwei Wochen mit Saisonbestleistung überzeugt. Dahinter hofft Simon Lang auf einen Platz unter den besten acht.

Tobias Giehl vertritt die Farben der LG Stadtwerke München über die 400 Meter Hürden. Als Vierter der Meldeliste sollte die Qualifikation für das Finale im Bereich des Möglichen liegen. Auch er hat die Qualifikation für die EM noch nicht ganz abgeschrieben. Dafür wäre eine Steigerung seiner Saisonbestleistung (50,33s) auf unter 50 Sekunden nötig.

Christian Rasp geht als frischgebackener Bayerischer Meister ins Rennen über 100 Meter. Die Konkurrenz ist groß, doch Rasp hofft nach wenig Windglück in den letzten Wochen auf gute Bedingungen. Geht es Richtung Saisonbestleistung, scheint ein Vordringen bis ins Halbfinale möglich.

Auf der längsten Bahndistanz, den 5000 Metern geht Lukas Becht ins Rennen. Nach seinem Parforceritt zur DM-Norm in Koblenz im Mai will er das Rennen in Ulm kontrolliert angehen, um auf der zweiten Streckenhälfte ordentlich Konkurrenz einzusammeln.

Auf den kurzen Sprintdistanzen gehen bei den Frauen Alexandra Burghardt und Martina Riedl an den Start. Burghardt ist nach Verletzungsproblemen im Winter und Frühjahr erst vor einigen Wochen wieder in den Wettkampfbetrieb eingestiegen. Martina Riedl geht als Vorjahres-Fünfte und frischgebackene Bayerische Meisterin als Kandidatin für eine Finalplatzierung in die Vorläufe.

ARD und ZDF übertragen an beiden Veranstaltungstagen:

Samstag: ZDF, 14:45-17:00 Uhr

Sonntag: ARD: 16:30-18:30 Uhr

(Zeitplan)