Am Donnerstagabend hat Speerwerferin Elisabeth Hafenrichter von der LG Stadtwerke München bei den U20-Europameisterschaften im schwedischen Boras mit neuer persönlicher Bestleistung von 52,52 Metern souverän das Finale am Sonntag erreicht.

In der Qualifikationsgruppe B bewies die 19-jährige Münchnerin bemerkenswerte Nervenstärke. Innerhalb von drei Versuchen waren 52 Meter für den direkten Einzug in die Runde der besten zwölf U20-Speerwerferinnen Europas gefordert – eine Weite, die sich Hafenrichter vor dem Wettbewerb durchaus zugetraut hatte. Die deutsche Vizemeisterin des Vorjahres stieg mit 45,94 Meter in den Wettkampf ein und ließ schon deutlich verbesserte 49,96 Meter folgen – zu wenig für das Finale. Im letzten Durchgang zeigte Hafenrichter dann, was sie im Vorfeld angekündigt hatte und ließ ihren 600-Gramm-Speer 52,52 Meter weit fliegen. Damit übertraf sie ihre bisherige persönliche Bestmarke um 1,03 Meter. In der Endabrechnung belegte sie dank dieser starken Steigerung Rang zwei in ihrer Gruppe und den insgesamt achten Platz in der Vorausscheidung mit 23 Starterinnen.

„Es ist so schön, an einer internationalen Meisterschaft teilzunehmen. Der Vormittag war noch easy going, aber nach dem Mittagessen wurde ich nervös. Die ersten beiden Versuche waren nicht wirklich gut. Mein Trainer bat mich, weiter zurück zu gehen, um ein besseres Anlaufverhalten zu bekommen. Eine persönliche Bestleistung im dritten Versuch und der Finaleinzug – da ist ein großes Lächeln in meinem Gesicht“, so Hafenrichter erleichtert, die nun auch die Mindestleistung (51,50 Meter) für die Deutsche Meisterschaft in Berlin am 3. und 4. August erfüllt hat.

Die beste Weite beider Qualifikationsrunden lieferte DLV-Teamkollegin Julia Ulbricht mit 55,55 Metern. Komplettiert wird das deutsche Trio im Finale am Sonntag um 17.45 Uhr von Leonie Tröger (53,27 Meter).

Die Ergebnisse der U20-Europameisterschaften in Boras gibt es hier.