2:00,02 Minuten: Katharina Trost überzeugt bei erstem Diamond-League-Auftritt

2:00,02 Minuten: Katharina Trost überzeugt bei erstem Diamond-League-Auftritt

Drei Wochen vor der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele befindet sich Mittelstrecklerin Katharina Trost von der LG Stadtwerke München in der bisher besten Form ihrer Karriere. Bei ihrer Diamond-League-Premiere in Oslo (Norwegen) am Donnerstagabend blieb sie als Sechstplatzierte in 2:00,02 Minuten nur denkbar knapp über der Zwei-Minuten-Marke.

Das Publikum im Bislett-Stadion sah ein erwartungsgemäß schnelles 800-Meter-Rennen. „Wir sind ja in gefühlten 12 Sekunden losgerannt“, schätzte Trost im Anschluss das Tempo auf den ersten 100 Metern. Nachdem die erste Kurve bekanntermaßen nicht zu den großen Stärken der Münchnerin zählt, reihte sie sich zunächst am Ende des neunköpfigen Feldes ein. Tempomacherin Aneta Lemiesz absolvierte die ersten 400 Meter in 57,14 Sekunden und auf der Gegengerade startete Trost ihre Aufholjagd. Als Fünfte bog sie schließlich auf die Zielgerade ein, musste jedoch noch die Schwedin Lovisa Lindh vorbeilassen, die ihr bisher schnellstes Rennen in diesem Sommer lief. Den Sieg holte sich mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:57,60 Minuten die US-Amerikanerin Kate Grace vor Halimah Nakaayi (Uganda, 1:58,70 Minuten) und Lore Hoffmann (Schweiz, 1:59,06 Minuten).

„Ich bin sehr zufrieden mit der zweitschnellsten Zeit, die ich jemals gelaufen bin. Die Diamond League war jedenfalls eine Wahnsinns-Erfahrung“, so Trost, die sich vor den Olympischen Sommerspielen nochmal in einen Trainingsblock begibt. Bereits am 20. Juli erfolgt die Abreise nach Miyazaki (Japan).

Mit ihrer herausragenden Bestzeit von 1:58,68 Minuten steht Katharina Trost noch bis Freitag um 15 Uhr zur Wahl zum Ass des Monats Juni


Keine halbe Stunde nach diesem hochklassigen Frauenrennen schnappte sich auf derselben Bahn Karsten Warholm vor einem frenetisch anfeuerndem Heimpublikum mit zuvor nie erreichten 46,70 Sekunden den Weltrekord über 400-Meter-Hürden.

Sämtliche Ergebnisse des Diamond-League-Stopps in Oslo finden Sie hier.

Beitragsbild: Marcus Buck

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