Zehn Aktive der LG SWM reisen zu den Deutschen Meisterschaften nach Braunschweig

Zehn Aktive der LG SWM reisen zu den Deutschen Meisterschaften nach Braunschweig

Zehn Aktive der LG Stadtwerke München werden vom 4. bis 6. Juni bei den 121. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Braunschweiger Eintracht-Stadion an den Start gehen. Darunter auch die sechsfache Titelgewinnerin über 800 Meter, Christina Hering. Die Leichtathletik-DM gehört nach 2019 erneut zu den nationalen Titelkämpfen in insgesamt 18 Sportarten, die am ersten Juni-Wochenende im Rahmen von „Die Finals 2021“ stattfinden – elf in der Region Rhein-Ruhr und sieben in Berlin. In Braunschweig sind je Veranstaltungstag erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder 2.000 Zuschauer zugelassen. ARD und ZDF berichten umfangreich von den „Finals 2021“ und übertragen in diesem Rahmen auch die Leichtathletik-Wettbewerbe.

Ursprünglich hatten 13 Münchnerinnen und Münchner mit der Freiluft-DM geplant. Den Speerwurf-Assen Elisabeth Hafenrichter und Jonas Bonewit fehlten letztlich fünf bzw. drei Zentimeter zu der zu den Vorjahren deutlich angezogenen Mindestleistung für ihre Wettbewerbe. Das sogenannte Auffüllen der begrenzten Teilnehmerfelder wird diesmal nicht praktiziert und so finden beide Konkurrenzen in diesem Jahr wohl mit lediglich acht oder weniger Athletinnen und Athleten statt. In der laufenden Woche musste zudem Amelie-Sophie Lederer, die in der Halle in Dortmund im Februar noch überraschend den 60-Meter-Titel gewonnen hatte, ihren Startverzicht erklären. Eine neurogene Muskelverhärtung in der rechten Oberschenkelrückseite hält die 27-jährige von den anvisierten Starts über 100 und 200 Meter ab.

Mittelstrecke: Drei Eisen im Feuer auf der doppelten Stadionrunde
Eine Zehntelsekunde trennt die beiden Münchnerinnen Christina Hering und Katharina Trost bei den 800-Meter-Vorleistungen für die diesjährige Deutsche Meisterschaft. Die Trainingspartnerinnen treffen in Braunschweig erstmals in dieser Freiluftsaison in einem Wettbewerb aufeinander. 15 Läuferinnen sind über die beiden Stadionrunden eingeloggt. Darunter auch die Deutsche Hallenmeisterin dieses Jahres, Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen). Mit Ausnahme von 2015 hieß die Siegerin dieses Wettbewerbs seit 2014 jeweils Christina Hering. Sechs Titel hat sie bislang auf ihrer Paradestrecke eingefahren und sie würde es liebend gerne in diesem Jahr wieder tun. Mit 2:01,83 Minuten legte sie vor zwei Wochen ihren bislang schnellsten Saisoneinstieg hin und ließ dabei keine Zweifel an ihrer hervorragenden Form zu. Die einzige deutsche Läuferin, die in der aktuellen Saison mit 2:01,73 Minuten etwas schneller unterwegs war, hört auf den Namen Katharina Trost. Sie stand 2019 und 2020 jeweils mit auf dem DM-Podest, in ihrer Medaillensammlung fehlt jedoch noch der Titel. Mit Jana Reinert ist über 800 Meter sogar noch eine dritte Läuferin aus der Münchner Mittelstreckentrainingsgruppe am Start. Sie hat mit einer Zeit von 2:05,15 Minuten in Pfungstadt gezeigt, dass sie sich für das Finale am Sonntag qualifizieren möchte.

Sprint: Gelingt Yannick Wolf erneut der Finaleinzug?
Mit sehr guten Erinnerungen dürfte Yannick Wolf an die Oker reisen. Im Vorjahr stand der 21-jährige an selber Stelle erstmals in seiner Karriere in einem Sprintfinale der Männer. Und dort möchte er auch heuer wieder hin. Seine 10,36 Sekunden aus Mannheim Mitte Mai haben in dieser Saison lediglich vier DLV-Sprinter unterboten. Mit von der Partie ist im 21-köpfigen Sprinterfeld auch der bayerische U20-Rekordhalter über diese Distanz, Fabian Olbert. Der jetzige Junior ist derzeit mit 10,46 Sekunden auf Rang 16 der DLV-Rangliste klassiert.

Trotz des Ausfalls von Lederer ist die LG SWM bei den Frauen über 100 und 200 Meter vertreten, denn Tina Benzinger hat in den vergangenen Wochen auf beiden Strecken regelrechte Leistungssprünge hingelegt. Jeweils in Mannheim steigerte sich die 20-jährige auf 11,64 bzw. 24,17 Sekunden. Für die junge Münchnerin geht es in Braunschweig darum, diese Zeiten zu bestätigen.

Sprung: Hop-Step-Jump und Flop sind gefragt
Durchaus Medaillen im Visier hat die LG SWM auch in zwei Sprung-Konkurrenzen der Männer: So wurde Dreispringer Paul Walschburger mit seiner bisherigen Saisonbestweite von 15,47 Meter in diesem Jahr einzig vom mehrfachen Deutschen Meister Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz/17,13 Meter) und Christoph Garritsen (TSV Bayer 04 Leverkusen/15,77 Meter) übertroffen. Das ist für sich genommen schon beachtlich, denn Walschburger hatte vor seinem Comeback Anfang Mai nach einer Reihe von Fußverletzungen 21 Monate lang keinen einzigen Wettkampf bestreiten können. Acht Dreispringer können sich quasi auf sechs Versuche einstellen. Wer neben dem favorisierten Heß noch aufs Podest springt, ist weitestgehend offen.

Im Hochsprung der Männer wird die LG SWM durch zweifachen deutschen Vizemeister Tobias Potye vertreten. Infolge von Knieproblemen hat der 26-jährige in der bisherigen Freiluftsaison lediglich 2,10 Meter überquert, hat aber das Springen keineswegs verlernt. Trotz einer Corona-Erkrankung im März und einer dadurch gestörten Sommer-Vorbereitung, hat der bayerische Rekordhalter das Potenzial, um an seine Leistungen aus der letzten Hallensaison anzuknüpfen, wo er nur hauchdünn das EM-Podest verpasst hatte. Vor ihm in der Meldeliste steht der Leverkusener Mateusz Przybylko mit seinen 2,28 Meter vom Vorjahres-DM-Sieg in Braunschweig. Bester Hochspringer der aktuellen Freiluftsaison ist Falk Wendrich (LAZ Soest) mit 2,20 Meter.

Unter dem Hallendach sprang Tobias Potye in diesem Jahr bereits 2,26 Meter.

Wurf: Hammer und Kugel ins Fliegen bringen
Ein Duo vertritt die LG SWM in den Wurfdisziplinen: Hammerwerfer Johannes Bichler, der im Vorjahr als Vierter (66,36 Meter) knapp am Podestplatz vorbei geschrammt ist, wird in Braunschweig seinen Saisoneinstand geben. Der Deutsche Meister von 2018, der mittlerweile seinem Berufsleben Priorität einräumt hat, ist trotz aller Einschränkungen in der Vorbereitung immer für eine Überraschung gut.

Kugelstoßer Martin Knauer, der in den USA studiert und dort soeben eine erfolgreiche NCAA-Saison absolviert hat, hat sich mit einer neuen persönlichen Bestweite von 18,49 Meter Mitte Mai einen DM-Startplatz gesichert.

Die DM 2021 in Braunschweig live

TV-Zeiten:

Freitag, 4.6.
ARD: 19:15 – 19:35 Uhr
Samstag, 5.6.
ZDF: 13:35 – 14:05 Uhr
ZDF: 18:30 – 19:00 Uhr
ZDF: 19:20 – 20:15 Uhr
Sonntag, 6.6.
ARD: 12:05 – 12:20 Uhr
ARD: 16:05 – 17:30 Uhr

Livestream-Zeiten:

Freitag, 4.6.
zdf.de/sport: ab 17:05 Uhr Stabhochsprung Frauen
Samstag, 5.6.
zdf.de/sport: 11:30 – 13:40 Uhr
zdf.de/sport: 16:10 bis 20:10 Uhr
sportschau.de: ab 10:30 Uhr (mit Basketball, Bogenschießen u.a.)
Sonntag, 6.6.
sportschau.de: ab 10:00 Uhr (mit Turnen)

„Programmlich stellen Die Finals für ARD und ZDF auch eine Generalprobe für die kurz danach beginnenden Olympischen Spiele in Tokio dar“, ist auf der Veranstaltungswebsite zum Event nachzulesen. Das Motto gilt nicht nur für die Fernsehanstalten, sondern auch für einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – auch aus den Münchener Reihen!

Einen Live-Ticker und Live-Ergebnisse gibt es hier.

Beitragsbild: Theo Kiefner

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