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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Dienstag Änderungen in der DLV-Mannschaft für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (Brasilien; 12. bis 21. August) bekannt gegeben. Tobias Giehl von der LG Stadtwerke München, der in der Vorwoche aufgrund einer denkbar knapp verpassten Qualifikationsnorm nur unter Vorbehalt in die Olympiamannschaft berufen wurde, erhielt vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) nun doch keinen Startplatz für den 400-Meter-Hürden-Wettbewerb.

Winzige acht Hundertstelsekunden fehlten dem Münchner Langhürdler in diesem Jahr zur geforderten Norm von 49,40 Sekunden. Der DOSB nominierte den 24-Jährigen daher vor einer Woche unter Vorbehalt für den Fall, dass die IAAF eine zusätzliche Einladung aussprechen würde. Der erhoffte Zusatzplatz steht nun nicht zur Verfügung.

Aus dem Olympia-Vorbereitungstrainingslager des DLV in Kienbaum sagte Giehl: „Die letzte Woche war sehr nervenaufreibend und hat mit der Entscheidung heute ein sehr bitteres Ende genommen. Eine Woche Olympiakader – und am Ende stehe ich doch ohne Start da. Viel knapper kann man nicht an Olympia scheitern. Ich werde versuchen, das jetzt möglichst schnell abzuhaken und wahrscheinlich noch ein bis zwei Rennen bestreiten. In ein paar Wochen kann ich dann hoffentlich auf eine insgesamt erfolgreiche Saison zurückblicken und selbstbewusst und optimistisch in die nächste Vorbereitung starten.“

Foto: Theo Kiefner