Schnelle Sprints und weite Stöße beim Munich Indoor im Olympiapark

Schnelle Sprints und weite Stöße beim Munich Indoor im Olympiapark

Diverse Topleistungen, darunter als Höhepunkt eine deutsche Jahresbestleistung, waren am Samstag beim Leichtathletik-Meeting Munich Indoor in der Münchner Werner-von-Linde-Halle geboten, das der LG-SWM-Mitgliedsverein TSV Forstenried ausgerichtete. Auch zahlenmäßig war das Event mit 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein voller Erfolg.

Christian Zimmermann vom Kirchheimer SC tat sich im Kugelstoßen der Männer in seinen ersten beiden Versuchen noch etwas schwer. Doch nach Versuch Nummer drei jagte der 2,13-Meter-Hüne einen lauten Jubelschrei durch die Halle. Das Kampfgericht, das Sorge haben musste, dass Zimmermann bei seinen Versuchen die durchaus hohe Hallendecke streift, verkündete in der Folge eine gemessene Weite von 19,70 Meter, die in dieser Hallensaison bislang kein nationaler Konkurrent erreicht hat.

Eine exzellente Siegesleistung gab es auch im 60-Meter-Finale der Männer zu sehen. Aleksandar Askovic (LG Augsburg) war bereits nach 6,69 Sekunden im Ziel und durfte dafür völlig zurecht zahlreiche anerkennende Glückwünsche der Konkurrenz und seines Umfeldes entgegennehmen.

Zur Freude von Veranstaltungs-Chef Reinhard Maier ließ die mehrfache deutsche Stabhochsprungmeisterin Stephanie Dauber (SSV Ulm) dann noch einen Satz über 4,33 Meter folgen – eine überaus ansprechende Leistung für diese Jahreszeit.

Es gab aber noch weitere erstklassige Resultate. So etwa jene 24,03 Sekunden, mit denen Amelie-Sophie Lederer die 200 Meter der Frauen vor Mona Mayer (24,65 Sekunden, beide LG Telis Finanz Regensburg) gewann. Zuvor hatte Lederer in den 60-Meter-Vorläufe mit 7,45 Sekunden die schnellste Zeit im Feld abgeliefert, verzichtete dann jedoch auf das Finale. Schnell unterwegs war dort dann Roberta Albertoni von der LG Stadtwerke München, die den 60-Meter-Endlauf der Frauen mit persönlicher Bestleistung von 7,69 Sekunden für sich entschied. Tabea Hofmann und Tina Benzinger (U20) machten mit Zeiten von 7,75 bzw. 7,77 Sekunden den Münchner Dreifachsieg auf der kürzesten Sprintdistanz perfekt. In der 200-Meter-Wertung platzierten sich beide dann in selber Reihenfolge mit 25,21 bzw. 25,32 Sekunden auf den Rängen drei und vier. Vom ersten Meter an dominiert hat der für die LG SWM startende Samuel Blake den 1500-Meter-Lauf der Männer, den er im Alleingang nach feinen 3:51,96 Minuten gewann.

Weitspringer Yannick Wolf haderte bei seinem ersten Weitsprung-Wettbewerb im neuen Jahr noch mit seinem Anlauf, sodass er lediglich einen gültigen Sicherheitssprung auf 7,05 Meter in die Grube brachte. Über 60 Meter trumpfte Wolf dann mit neuer Hallen-Bestzeit von 6,91 Sekunden auf, was ihm im A-Finale Platz drei bescherte. Der gerade aus der U18-Altersklasse aufgerückte Florian Knerlein wurde in 6,93 Sekunden Vierter. U20-Sprinter Vincente Graiani platzierte sich in der Männerkonkurrenz über 200 Meter hinter dem siegreichen Tschechen Matej Krsek (21,78 Sekunden) und verbesserte dabei seine Hallen-Bestzeit über 200 Meter auf 21,90 Sekunden. U18-Kugelstoßer Dominik Idzan haderte am Samstag mit seiner gerade erst auf Drehstoß umgestellten Technik, mit der ihm diesmal lediglich zwei gültige Versuche und eine Siegweite von 15,93 Meter gelang.

Von den ansprechenden Leistungen der Münchner U16-Nachwuchsathleten seien hier stellvertretend zwei Wettbewerbe genannt. Beim LG-SWM-Doppelsieg über 60 Meter konnte sich Maximilian Kauwertz (7,64 Sekunden) hauchdünn vor seinem Staffelkollegen Fabian Kutscha durchsetzen (7,67 Sekunden). Über 60-Meter-Hürden der M15 ergab sich dann ein umgekehrtes Bild: Kutscha stürmte diesmal in zuvor nie erreichten 8,67 Sekunden als Erster über die Ziellinie, Kauwertz wurde in 9,01 Sekunden Zweiter.

Eine vollständige Ergebnisliste des Munich Indoor gibt es hier.

Beitragsbild: Claus Habermann

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