Ein echtes Saison-Highlight steht vor der Tür: Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Männer und Frauen im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion (31. Juli bis 3. August) ist die LG Stadtwerke München (LGSWM) mit einem imposanten Aufgebot vertreten. 65 Athletinnen und Athleten wurden für das Großereignis gemeldet – darunter über 20 Nachwuchstalente, die in den integrierten U20-Langstaffel-Wettbewerben an den Start gehen.
„Ich bin durchaus zuversichtlich, dass wir in etlichen Disziplinen sehr gut abschneiden werden“, erklärt LGSWM-Geschäftsführerin Julia Riedl. Ihre Hoffnungen ruhen insbesondere auf Hammerwurf-Ass Merlin Hummel, der in dieser Saison bereits mehrfach Weltklasse-Weiten jenseits der 80-Meter-Marke erzielt hat und in Dresden als Top-Favorit gilt.
Auch auf den Sprintstrecken ist einiges möglich: In beiden 4×100-Meter-Wettbewerben halten Staffeln der LGSWM die aktuelle nationale Jahresbestzeit. „Bei den Männern könnte sogar unsere zweite Staffel das Podest erreichen“, so Riedl. Kein Wunder – LGSWM-Sprintstaffeln sind seit Jahren sowohl in der Halle als auch im Freien Medaillen-Garanten.
In den Einzelsprints stehen mit Aleksandar Askovic, Fabian Olbert, Annika Just und Amelie Lederer (alle über 100 Meter) sowie Karl Gattinger und Svenja Pfetsch (jeweils 200 Meter) mehrere Athletinnen und Athleten mit Finalambitionen in den Startblöcken. Auch Viertelmeiler Samuel Werdecker möchte über die 400 Meter angreifen.
Über die Mittelstrecke hofft Tobias Tent (1500 Meter) auf eine vordere Platzierung, ebenso Nike Praetzel über die 100-Meter-Hürden. Im technisch anspruchsvollen Teil des Programms peilen Helena Kopp und Georg Harpf(Kugelstoßen) sowie das Nachwuchs-Hammerwurf-Duo Clara Hegemann und Johanna Marrwitz Topplatzierungen an. Alle drei gehören noch der U23- bzw. U20-Klasse an – und wollen in Dresden die Arrivierten herausfordern.
Routinier Max Entholzner im Weitsprung und Luisa Tremel im Speerwurf runden das starke Aufgebot ab. „Wenn bei Max der Absprung passt, kann er richtig weit vorne landen“, so Riedl. Und auch für Tremel ist bei einem guten Wettkampf ein Platz unter den Top 6 realistisch.
Eine bittere Nachricht betrifft Naomi Krebs: Die Hürdensprinterin, die zu Saisonbeginn das DLV-Ranking über 100 Meter Hürden angeführt hatte, muss verletzungsbedingt passen. Ein Muskelfaserriss macht einen Start unmöglich.
Ein weiterer Beleg für die herausragende Nachwuchsarbeit der LGSWM ist das starke Meldebild in den U20-Langstaffeln. Über 4×400 Meter, 3×1000 Meter (männlich) und 3×800 Meter (weiblich) gehen teils zwei Staffeln pro Strecke an den Start. Besonders gute Chancen werden den männlichen Formationen über 4×400 Meter und 3×1000 Meter eingeräumt – letztere tritt in leicht veränderter Besetzung sogar als Titelverteidiger an.
