Huber und Wolf bangen nach Saisonbestleistungen in Regensburg weiter um DM-Startplätze

Huber und Wolf bangen nach Saisonbestleistungen in Regensburg weiter um DM-Startplätze

Bei der Regensburger Laufnacht und Gala am 25. und 26. Juli waren im Stadion am Weinweg neben Rekordsprinter Fabian Olbert noch weitere Münchnerinnen und Münchner vertreten.

Yannick Wolf von der LG Stadtwerke München
Yannick Wolf hat in Regensburg nochmal alles versucht, doch der Männer-Weitsprung der Deutschen Meisterschaften findet heuer wohl ohne ihn statt, Foto: Theo Kiefner

Auf den 100 Metern überzeugte neben Olbert im Münchner Dress auch Weitspringer Yannick Wolf. Im Laufnacht-Programm am Samstag stellte er 1,1 Meter pro Sekunde Gegenwind seinen bisherigen Hausrekord von 10,58 Sekunden aus dem Vorjahr ein. In den Gala-Vorläufen am Folgetag gelang ihm dann bei zulässigem Rückenwind von 0,7 Metern pro Sekunde eine deutliche Steigerung von 11 Hundertstelsekunden auf nunmehr 10,47 Sekunden, womit er hinter Olbert und Aleksandar Askovic derzeit drittschnellster Bayer ist. Zugunsten des folgenden Weitsprungwettbewerbs verzichtete der Schützling von Richard Kick dann auf seinen Startplatz im 100-Meter-A-Finale. Heftiger Regen führte in der Folge zu mehreren Unterbrechungen der Wettbewerbe. Wolfs Weitsprungwettbewerb, für den er sich eine Menge vorgenommen hatte, fand somit unter schwierigen Bedingungen statt. Auf 7,25 Meter ging sein weitester Versuch. Das bescherte ihm zwar den Tagessieg, für eine sichere DM-Qualifikation hätte er heuer einen Sprung im Bereich von 7,70 Meter benötigt. In diese Weiten vorzudringen blieb Wolf im bisherigen Saisonverlauf verwährt, wozu in einer technischen Disziplin wie dem Weitsprung mit Sicherheit auch die achtwöchige Trainings-Zwangspause beigetragen hat. Deutlich mehr Hoffnung auf einen Start bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig kann sich der Athlet aus der Spitzensportfördergruppe der Bayerischen Polizei über 100 Meter machen. Im Qualifikationsranking des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) muss er lediglich noch einen Platz nach vorne rücken. Möglich würde dies lediglich noch dadurch, dass einer der 24 besser platzierten Sprinter auf einen Start verzichten muss.

Paulina Huber von der LG Stadtwerke München
Mit neuer Saisonbestzeit von 13,69 Sekunden überzeugte Paulina Huber im Hürden-Vorlauf, bevor sich die Bedingungen für das Finale aufgrund von Starkregen deutlich verschlechterten, Foto: Claus Habermann

Sehr ähnlich wie Wolf ergeht es bezüglich der Deutschen Meisterschaften auch 100-Meter-Hürden-Spezialistin Paulina Huber. 16 Starterinnen wird der DLV in Braunschweig zulassen, Huber rangiert mit ihrer Saisonbestleistung aus Regensburg von 13,69 Sekunden an 17. Stelle. Aufgestellt hatte sie diese im Gala-Vorlauf in Regensburg. Mit der sechstbesten Zeit aller Teilnehmerinnen erhielt sie im Finale eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung. Dieses fand jedoch ebenfalls erst nach den starken Niederschlägen statt, was sämtliche Leistungen beeinträchtigte (Huber: 14,00 Sekunden).

Katharina Trost von der LG Stadtwerke München
Katharina Trost enteilt ihren 800-Meter-Konkurrentinnen in Regensburg, Foto: Theo Kiefner

Die 800-Meter-Konkurrenz der Frauen dominierte Katharina Trost mit einem ungefährdeten Sieg in 2:05,40 Minuten. Trainingspartnerin Jana Reinert wurde in 2:07,65 Minuten Dritte. Auf derselben Distanz blieb Samuel Blake im Trikot der Münchner bei seinem insgesamt dritten Rennen in Regensburg in diesem Sommer etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück (1:52,75 Minuten).

Tina Benzinger von der LG Stadtwerke München
Zwei 100-Meter-Wettbewerbe, zwei Bestleistungen – es läuft in diesem Sommer für U20 Sprinterin Tina Benzinger, Foto: Claus Habermann

Der Sprintnachwuchs der LG SWM machte am Wochenende weitere Fortschritte. So gelang Tina Benzinger im 100-Meter-B-Finale der Frauen am Sonntag eine neue persönliche Bestleistung von 11,90 Sekunden (Wind +0,9 Meter/Sekunde). Am Vortag über 200 Meter setzten ihr 2,2 Meter Gegenwind pro Sekunde zu, sodass sie sich mit einer Zeit von 24,91 Sekunden begnügen musste.

Alessandro Rastelli (l.) und Vincente Graiani (2.v.r.) hatten bei ihren Saisoneinstiegen nach Verletzungen mit dem Wind einen weiteren Gegner, Foto: Theo Kiefner

Ihre Comebacks nach Verletzungspausen gaben im Rahmen der Laufnacht die U20-Langsprinter Vincente Graiani und Alessandro Rastelli. Jeweils mit ordentlichem Gegenwind kam Graiani dabei auf 11,18 Sekunden über 100 Meter und 22,55 Sekunden (jeweils Wind -1,2 Meter/Sekunde über 200 Meter. Für Rastelli gingen 11,21 (-1,2 Meter/Sekunde) bzw. 22,58 Sekunden (-0,5 Meter/Sekunde) in die Ergebnislisten ein. Eine neue Saisonbestleistung von 10,85 Sekunden, gleichbedeutend mit dem Einzug ins B-Finale, gelang Florian Knerlein in der 100-Meter-Konkurrenz der Männer im Gala-Programm am Sonntag.

Hier geht es zu den Ergebnisübersichten von Laufnacht und Sparkassen-Gala.

Beitragsbild: Theo Kiefner

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