Hering nach überzeugendem Rennen bei Team-EM disqualifiziert

Hering nach überzeugendem Rennen bei Team-EM disqualifiziert

Christina Hering von der LG Stadtwerke München zeigt am Samstag, 29. Mai, bei der Team-Europameisterschaft im polnischen Chorzów eine überzeugende Vorstellung über 800 Meter und kommt als Zweite ins Ziel, wird jedoch im Nachhinein disqualifiziert. Zum vierten Platz des deutschen Teams kann sie somit keine Punkte beisteuern. Mannschaftseuropameister werden die gastgebenden Polen.

Es war wohl die Szene bei etwa 550 Metern. Die 26-jährige Münchnerin will auf der Innenbahn an der Italienerin Elena Bellò vorbeigehen, die bis dahin das Feld angeführt hatte. Dabei kommt es zu einem sichtbaren Kontakt der beiden Läuferinnen, der später vom Schiedsgericht zu Ungunsten Herings als Drängeln oder Behinderung gewertet werden sollte – es gab wohlgemerkt keinen Protest des italienischen Teams. Hering wurde damit nicht für ihr starkes Rennen belohnt. Eingangs der Zielgeraden lief sie von Position vier startend fast noch an der siegreichen Britin Ellie Baker (2:00,95 Minuten) vorbei. 2:01,29 Minuten, eine neue Saisonbestleistung, erschienen für Hering auf der Anzeigetafel. Als Dritte kam Bellò ins Ziel (2:02,06 Minuten), die später eben auf Rang zwei vorrückte.

Es war ein sehr schwieriges Rennen. Die erste Runde war hart. Es gab eine Menge Positionswechsel. Ich war auf der Innenbahn und es war schwierig, zu überholen. Wenn ich in einer besseren Position gewesen wäre, hätte ich das Rennen gewinnen können.

Christina Hering von der LG Stadtwerke München


Die zweitägige Team-EM hat der zweite nominierte Münchner, Yannick Wolf, indes lediglich als interessierter Zuschauer erlebt. Der 21-jährige Sprinter gehörte der fünfköpfigen Auswahl für die 4×100-Meter-Staffel an, fand vor Ort jedoch keine Berücksichtigung, obwohl er mit seiner 100-Meter-Saisonbestzeit durchaus zu den schnellsten Vier zählte. So konnte er sich immerhin mit seinen Nationalmannschaftskollegen Lucas Ansah-Peprah, Owen Ansah, Niels Torben Giese und Marvin Schulte freuen, die den Wettbewerb in 38,73 Sekunden gewannen und somit die Höchstpunktzahl zur Teamwertung beisteuerten.   

Hier geht es zu den Ergebnissen der einzelnen Wettbewerbe sowie zur Gesamt-Mannschaftswertung. Die Aufzeichnungen aller Wettbewerbe finden Sie hier.

Beitragsbild: Theo Kiefner

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