Meet-IN
Das niederrheinische Mönchengladbach steuert am kommenden Wochenende (29. – 31. Juli) eine größere Gruppe durch die Bank junger LG-Stadtwerke-Sportlerinnen und Sportler an. Das Grenzlandstadion ist Austragungsort der Deutschen Meisterschaft in den Nachwuchsklassen U20 und U18.

Eingebettet in diese dreitägigen Titelkämpfe sind auch die nationalen Titelkämpfe in den Langstaffeln der Männer und Frauen. Eines ist klar: der Sieg im 3×800-Meter-Rennen der Damen führt in diesem Jahr nur über die LG Stadtwerke München, die Titelverteidiger ist. Aufgrund ihrer Einzelzeiten sind Mareen Kalis, Christine Gess und Christina Hering – indes abhängig von Rennverlauf und Taktik – sogar in der Lage, in die Nähe des Deutschen Junioren-Rekordes zu laufen. Allerdings darf besonders das Trio von Bayer Leverkusen keinesfalls unterschätzt werden, warnt Trainer Daniel Stoll.

Auch im weiblichen Nachwuchsbereich haben LG-Aktive berechtigte Chancen auf Spitzenplätze. Diskuswerferin Amelie Döbler, Silbermedaillen-Gewinnerin der U18-EM, führt die nationale Jahresbestenliste klar an und ist absolute Favoritin. Auch im Kugelstoßen möchte Döbler vorne mitmischen, was auch für Teamkollegin Selina Dantzler gilt. Dantzler will mit einem Topresultat beweisen, dass sie sich mit ihrer beachtlichen Leistungsentwicklung in diesem Jahr ebenfalls einen EM-Startplatz verdient gehabt hätte. Bei der U20 hat die LG Stadtwerke München über 100-Meter-Hürden Paulina Huber gemeldet, die mit der zweitschnellsten Meldezeit anreist. Huber hat ihre derzeitige Topform bereits am Vorwochenende mit Rang vier bei der Juniorinnen-DM unter Beweis gestellt.

Bei den jungen Sprintern der U18-Generation haben die Münchner, wie der Trainer Jonas Wahler erklärt, „ein Luxusproblem“. Denn Lorenzo Graf Barbero (Foto) ist in den Einzelrennen sowohl über 100 als auch 200 Meter laut Wahler „potentieller Endlaufaspirant.“ Da aber auch die 4×100-Meter-Staffel mit der drittbesten Meldeleistung ganz vorne mitmischen kann, muss mit den Kräften sorgsam umgegangen werden. Ein Trumpf-Ass im Ärmel hat das LG-Team zudem noch im Speerwurf. Lediglich drei Konkurrenten haben heuer weiter geworfen als der von Stephan Seeck gecoachte Paul Schäfer. In der U20 muss abgewartet werden, ob bei David Faltenbacher – im Vorjahr immerhin deutscher Vizemeister im Weitsprung – nach bislang eher durchwachsenem Saisonverlauf nun in Mönchengladbach endlich der Knoten platzt.

Wie gut und intensiv die Nachwuchsarbeit innerhalb der LG ist, dokumentiert die Tatsache, dass etwa 40 Namen auf der Meldeliste stehen. „Da müssen wir uns bundesweit nicht verstecken“, betont Geschäftsführer Christian Gadenne, dem bewusst ist, dass schon die Teilnahme an diesen Meisterschaften für etliche Sportlerinnen und Sportler den absoluten Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn darstellt.

Die gesamte Teilnehmerliste der Jugend-DM finden Sie hier.

Foto: Theo Kiefner