LG-SWM-Dreispringer Paul Walschburger hat bei den U23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle den Einzug in die Finalrunde verpasst. 15,25 Meter bedeuteten im 25-köpfigen Starterfeld lediglich Rang 23 und damit das frühzeitige Aus. Walschburger hätte indes eine Weite im Bereich seines Hausrekords von 15,96 Metern abliefern müssen, um den Einzug ins Finale der besten zwölf zu schaffen. Die beste Weite in der Qualifikation gelang dem Türken Necati Er mit 17,05 Metern.

Nach seiner Rückkehr nach München am Montag zog der 21-Jährige ein ausführliches Fazit zu seiner zweiten internationalen Meisterschaftsteilnahme: „Grundsätzlich hat der Wettkampf mir die Möglichkeit gegeben weit zu springen. Ich war mental total stark eingestellt und ich bin auch körperlich fit. Wir hatten Rückenwind, wenn auch wechselhaft, und dennoch habe ich das Brett zweimal getroffen. Jedoch konnte ich dabei meine Fähigkeiten nicht in die Grube bringen. Insgesamt habe ich in Gävle gemerkt, dass ich zum einen die Möglichkeit habe, weit zu springen, zum anderen gelingt es mir nicht, das jederzeit abzurufen. Ich bin in der Ausführung der Sprünge einfach noch nicht stabil genug, um innerhalb von drei Versuchen im Bereich meiner Bestweite zu springen. Da steht noch viel Arbeit bevor, um mein Leistungsvermögen eines Tages regelmäßig abzuliefern.“

Und weiter: „Um dem Ganzen noch eine positive Note anzuhängen: Ich bin wieder international dabei gewesen. Das war auch diesmal das Wichtigste und darüber habe ich mich sehr gefreut. Von der U20 zur U23 gehen viele Springer verloren, das mir aufgefallen. Ich bin immer noch da, habe mich in den letzten zwei Jahren gut entwickelt und nach oben gearbeitet – und in dieser Zeit nicht aufgehört wie viele andere.“

Am Wochenende wird Walschburger bei den Bayerischen U23-Meisterschaften in Regensburg an den Start gehen. Eine Zwischenstation auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft im Berliner Olympiastadion Anfang August: „Ich konzentriere mich jetzt auf die Deutsche Meisterschaft in Berlin und darauf bereiten wir uns jetzt im Training vor. Ich weiß, dass ich als Jahresbester Favorit bin, aber Max (Anm. d. Red.: Max Heß, noch kein Start in diesem Sommer) kann auch noch kommen. Ich weiß, dass ich in Berlin in jedem Fall einen guten Sprung abliefern muss. Wenn das gelingt, ist das Podium auf jeden Fall machbar.“

Das Ergebnis der Dreisprung-Qualifikation finden Sie hier.

Beitragsfoto: Marcus Buck