2:00,15 Minuten – Hering mit viertschnellster Zeit ihrer Karriere in Marseille

2:00,15 Minuten – Hering mit viertschnellster Zeit ihrer Karriere in Marseille

Etwa 100 Freiluft-Rennen über 800 Meter hat Christina Hering von der LG Stadtwerke München in den letzten zehn Jahren bestritten. Knapp 40 weitere unterm Hallendach. Am Mittwochabend in Marseille (Frankreich) gelang der 26-jährigen mit 2:00,15 Minuten die insgesamt viertschnellste Zeit in ihrer bisherigen Karriere. Erst drei Tage zuvor hatte sie die Deutschen Meisterschaften über die beiden Stadionrunden zum insgesamt siebten und zum sechsten Mal in Serie gewonnen. Herings zweiter Olympiateilnahme steht seitens der Qualifikationserfordernisse und ihrer bestechenden Form jedenfalls nichts mehr im Wege.

Das 800-Meter-Feld beim Meeting de Marseille hatte es in sich. Neben der später siegreichen Britin Jemma Reekie stand bei diesem Meeting der Continental Tour des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics auch die mehrfache italienische Meisterin Elena Bellò an der Startlinie. Doch Hering zeigte von Beginn an weder Ermüdungserscheinungen aufgrund der beiden Rennen vom Wochenende noch war sie beeindruckt von der Konkurrenz. Und so musste sie am Schluss lediglich Reekie, der ein neuer Meetingrekord von 1:58,41 Minuten gelang, den Vortritt lassen. Ein regelrechter Leistungssprung gelang der drittplatzierten Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen): Die Deutsche Hallenmeisterin dieses Jahres steigerte ihre persönliche Bestleistung in diesem Rennens um etwa eine Sekunde auf 2:00,66 Minuten.

2015 und 2019 ist die Hering jeweils einmal unter der Zwei-Minuten-Marke geblieben. Beim ISTAF in Berlin im Jahr 2015 blieb sie mit 2:00,04 Minuten denkbar knapp darüber. Sehr gerne hätte sie in der französischen Hafenstadt eine neue persönliche Bestleistung aufgelegt, denn die Form dafür hat sie. Nicht unzufrieden zeigte sie sich für den Moment über die erreichte Saisonbestleistung. Weitere Gelegenheiten folgen.

Mit ihrer Zeit löst Hering ihre Teamkollegin, die deutsche Vizemeisterin Katharina Trost, an der Spitze der DLV-Bestenliste ab. Sie hatte im slovakischen Šamorín kurz vor der DM in Braunschweig 2:01,73 Minuten abgeliefert. Auch Trost wird in den kommenden Wochen noch einige Anläufe unternehmen, um ein Olympia-Ticket zu ergattern.

Das Gesamtergebnis der 800-Meter-Frauenkonkurrenz in Marseille gibt es hier.

Beitragsbild: Marcus Buck

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