Katharina Trost hat im Vorlauf der Weltmeisterschaften in Eugene mit 4:03,53 Minuten einen neuen bayerischen Rekord über 1500 Meter aufgestellt und das Halbfinale erreicht. Das Aus kam dagegen für Hochspringer Tobias Potye. Potye kam auf Gesamtplatz 19.
 

„Ich wollte ehrlich gesagt heute die ganze Zeit vorne laufen, aber es waren 14 Mädels, da ist das schwer“, sagte Katharina Trost anschließend im Interview bei leichtathletik.de. „Ich sollte auch innen laufen, damit ich möglichst wenig Körner verliere, das habe ich auch gemacht, aber dadurch haben mich einige von außen überholt. Dann dachte ich kurz: Oh, es wird schnell, und die vorne sind weg. Aber es ging dann doch ganz gut. Ich liebäugele immer mit der letzten Runde, weil ich weiß, dass ich da noch ganz gut drücken kann. Nur dachte ich nicht, dass es so schnell wird. Ich habe gar nicht auf die Uhr geschaut. Aber die Zielgerade war schon ziemlich hart und ich bin ziemlich fertig – die Treppe da hinten war der Horror! Für das Halbfinale haben wir keine Taktik, für mich ist hier jedes Rennen ein Finale. Bei einer Meisterschaft bin ich noch nie die 1500 Meter gerannt, und ich bin hier auch nicht unbedingt als die Schnellste angereist. Bisher war ich nach meinen Halbfinals immer unzufrieden, deswegen wäre es gut, wenn es mal besser ausgeht.“

Bitter enttäuscht war Tobias Potye: „Die ersten zwei gültigen Versuche waren eher Glückssprünge. Ich habe heute nicht einen getroffen. Das ist dann bitter, wenn man sich da reingrooven muss und das Höhen sind, die man nicht so leicht überqueren kann. Irgendwie treffe ich mich vorne nicht. Da sind mein Trainer Sebastian Kneifel und ich in der Situation nicht vorwärtsgekommen. Ein verhexter Tag. Es hat sich angefühlt, als wäre ich einfach total erschöpft. Wir sind seit dem dritten Juli in den USA, das hat sich echt gezogen. Vor der EM muss ich vielleicht noch mal einen Wettkampf einschieben, um den Zugang zu finden. Die Spannung, die ich in Berlin an den Tag gelegt habe, ist irgendwie futsch. Ich war immer zu weit weg, ich hatte das Gefühl, dass ich nicht ins Springen komme, weil ich mehr Speed brauche, um den weiten Abstand zu springen.“