In Wetzlar finden am kommenden Wochenende die ersten nationalen Freiluftmeisterschaften statt. Neben der Jagd um Titel und Medaillen geht es für einige Athleten des 29 Teilnehmer-starken Aufgebotes der LG Stadtwerke München auch um die Qualifikation für die U23-Europameisterschaft, die vom 9.-12. Juli in Tallinn in Estland stattfinden.

 

Bereits fix planen mit Tallinn kann Christina Hering. Nach früher Erfüllung der Norm über 800 Meter geht sie in Wetzlar über die 400 Meter an den Start. Auch über diese Distanz hat sie Chancen auf den Titel. Mit Laura Müller aus Saarbrücken – Vizemeisterin des Vorjahres – steht allerdings eine starke Konkurrentin in den Startlöchern.

Auch Jonas Bonewit hat die Norm für die EM bereits erfüllt, hat aber im Speerwurf gleich drei weitere Konkurrenten, die das ebenfalls geschafft haben. Nur die drei Medaillengewinner aus Wetzlar können nach Tallinn – Bonewit wird sein Bestes geben, um das Ticket zu lösen.

Hürdensprinter Sebastian Barth hat bereits eine längere Saison hinter sich. Als College-Student in Iowa war er bereits früh über die Hürden unterwegs und hatte sich Ende Mai schließlich die Norm für Tallinn gesichert. In Wetzlar ist er mit seiner Saisonbestleistung von 13,82s Mitfavorit auf Gold über die 110 Meter Hürden.

Hochspringer Tobias Potye hat am vergangenen Wochenende in Regensburg mit übersprungenen 2,18 Metern einen verheissungsvollen Saisoneinstand gegeben. Für die EM gilt es, in Wetzlar noch drei Zentimeter draufzupacken. Bei guten Bedingungen ist das möglich.

Seine wohl letzte Chance auf die Norm hat auch Hammerwerfer Simon Lang. In den vergangenen Wochen versuchte er sich bei verschiedenen Wettkämpfen in ganz Deutschland an der 70 Meter-Marke. Bei der DM soll es jetzt mit dem „Ausreißer nach oben“ klappen.

Christina Herings Trainingspartnerin Christine Gess hat sich über 800 Meter erst einmal den Einzug ins Finale vorgenommen. Dann gilt es laut Trainer Daniel Stoll, um jeden Platz zu kämpfen.

Adrian König-Rannenberg geht nach Bestleistung im Mai in Salzburg mit Rückenwind in die Vorläufe über 800 Meter. Mit einer weiteren Bestleistung könnte der Einzug ins Finale durchaus möglich sein.

Die Weitspringer Daniel Troßmann und David Faltenbacher, sowie Dreispringer Patrick Lutzenberger haben mit Sprüngen im Bereich ihrer jeweiligen Bestleistung Chancen auf den Finaleinzug.

Catiana Rettenberger will über 100 Meter Hürden ihre derzeit gute Form unter Beweis stellen und erste Erfahrungen in der U23 sammeln.

Zum Abschluss greifen am Sonntag auch die Staffeln in den Kampf um die Medaillen ein. Aus Münchener Sicht ist dabei besonders die 4×400 Meter-Staffel der Juniorinnen interessant, die mit Hering/Gess/Jacoby/Petkov Mitfavorit auf die Goldmedaille ist.

Auch die Sprintstaffeln über 4×100 Meter kämpfen um den Einzug ins Finale und hoffen, dort weit vorne zu landen.

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