Bei der U20-EM im italienischen Rieti waren drei Athleten der LG Stadtwerke München am Start. Alle drei überstanden ihre Erstrundenaufgaben souverän — und so hatten Alexandra Burghardt, Christina Hering und Simon Lang nicht nur einen Auftritt auf dem internationalen Parkett von Rieti.

Beginnen wir gleich mit den Medaillen! Christina Hering, die diese Saison bereits immer wieder tolle Bestzeiten rannte, sei es über die 400 oder die 800 Meter (oder auch mal über die kürzeren Sprintstrecken), durfte bereits im Vorfeld mit einer Medaille liebäugeln. Mit der Norm über 400 und 800 Meter in der Tasche entschied sie sich für die längere Strecke, wo sie die größeren Chancen auf eine Medaille sah. Und mit ihrer Einschätzung lag sie goldrichtig. Sie holte in einem schnellen Rennen, das von der Isländerin Hinriksdóttir und der Ukrainerin Sidorska dominiert wurde (beide liefen 2:01er Zeiten), die Bronzemedaille. Und sie lief wieder einmal eine persönliche Bestzeit. Nach 2:03,11 min durfte Christina beginnen, sich klarzumachen, dass sie nun die drittschnellste Dame Europas von unter 20 Jahren ist. Fantastisch! Gratulation! Ganz zum Schluss gab es dann noch die Staffel über die 4×400 Meter. Hier war Christina als Schlussläuferin am Start. Zusammen mit ihren Mannschaftskolleginnen holte sie hinter Polen und Russland Bronze für Deutschland und machte ihr EM-Erlebnis perfekt.

Bevor Christina zu ihrem großen Schlag ausholte, freute sich unser Hammerwerfer Simon Lang darüber, endlich einmal in einem Finale einer internationalen Meisterschaft zu sein. Und vor lauter Genuss am Finalflair warf Simon gleich im ersten Wurf knapp an seine PB heran: 72,81 Meter. Das war erst einmal eine Marke, an der die Konkurrenz durchaus zu knabbern hatte. Aber der Italiener Bortolato, mit dem Heimvorteil im Rücken, schnappte sich den Bronzerang im vierten Versuch. Knapp an der Medaille vorbei, aber, wie Simon selbst sagte, „überwiegt auf jeden Fall die Freude“. Eine Super-Leistung! 

Alexandra Burghardt begann ihre Wettkämpfe vielversprechend. Über die 100 Meter war sie in 11,66s souverän als Vierte ins Halbfinale eingezogen, wo sie das Finale klarmachen wollte. Hier hätten sogar deutlich schlechtere Zeiten als in den Vorläufen zum Weiterkommen gereicht. Vom Regen und bei Gegenwind war die Bahn nicht mehr so schnell wie zuvor. Nach 12,07s erreichte Alexandra das Ziel, sie wurde Sechste ihres Laufs — verpasste das Finale um drei Hundertstel. Im Finale aber stand Alexandra dann in der Kurzsprintstaffel. Mit der Hoffnung auf eine vordere, vielleicht sogar Medaillenplatzierung gingen die Sprinterinnen in den Lauf. Doch leider folgte ein Wechselfehler, der alle Hoffnungen auf eine vordere Platzierung platzen ließ. Schade. Aber nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf mit neuen Chancen.

Alle jugendlichen EM-Starter werden nächstes Wochenende auch zu den Deutschen Jugendmeisterschaften nach Rostock reisen, um dort wieder für tolle Leistungen zu sorgen. Aber jetzt ist erst einmal kurzes Durchschnaufen angesagt.

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