Am ersten Tag der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft der Männer und Frauen in Kassel haben zahlreiche LG-Stadtwerke-Akteure problemlos die Qualis für die morgigen Endläufe geschafft – es könnte also am Sonntag wie erhofft etliche Erfolgsmeldungen geben. Die ARD überträgt von 13:30 bis 15:00 Uhr und von 15:45 bis 18:25 Uhr live aus dem Kasseler Auestadion.

Über 800 Meter der Frauen wird die LG Stadtwerke München im Finale sogar gleich durch das Trio Christina Hering, Mareen Kalis und Christine Gees vertreten sein, die in taktisch geprägten Rennen allesamt überzeugten. Fabienne Kohlmann, in der Gruppe von Coach Daniel Stoll Trainingspartnerin der schnellen LG-Mittelstrecklerinnen, lief im Vorlauf im Alleingang 2:00,49 Minuten und wird wie die deutsche Ranglisten-Erste Hering nun nach Rio zu den Olympischen Spielen reisen. Das 800m-Finale am Sonntag um 16 Uhr mit vier Münchnerinnen verspricht demnach äußerst spannend zu werden.

Christina Hering absolvierte kurz vor den 800 Metern zusätzlich noch einen 400-Meter-Vorlauf quasi als Belastungstest und wurde dort mit 53,85 Sekunden Zweite, womit sie etlichen Spezialistinnen ein Schnippchen schlagen konnte.

Mit der besten Vorlaufzeit (50,67 Sekunden) untermauerte 400-Meter-Hürdenläufer Tobias Giehl weiterhin eindrucksvoll seine Titelambitionen. Und die guten Nachrichten aus dem LG-Stadtwerke-Lager gehen weiter: 46,47 Sekunden bedeuteten für Johannes “Jojo” Trefz die zweitschnellste Leistung der insgesamt drei Erstrundenläufe über 400 Meter. Nicht so gut lief es hingegen für Viertelmeiler Benedikt Wiesent, der als Zehnter am Sonntag das Finale verfehlte.

14,07 Sekunden zeigten die Uhren für 110-Meter-Hürdenläufer Pedro Garcia Fernandez, der somit mit vier Hundertstelsekunden am Finale vorbeischrammte. Der Schützling von Coach Jonas Wahler musste aufgrund einer Verletzung (Bruch des Radiusköpfchens) indes mit einer Bandage laufen, die ihn nach dem Startschuss gerade beim Beschleunigen auf den allerersten Metern doch arg behinderte. Dennoch absolvierte er bis auf einen kleine Ausnahme an der dritten Hürde einen fehlerfreien Lauf, in dem er die zweitbeste Leistung des Jahres abrufen konnte.

Pech hatte auch Lisa Petkov, die über 400 Meter Hürden als Gesamtneunte ein Platz vom morgigen Finale trennte.

Speerwerfer Jonas Bonewit wurde mit 72,47 Metern Siebter einer hervorragend besetzten Konkurrenz. Hochspringer Tobias Potye überquerte auf nassem Untergrund 2,10 Meter, was letztendlich Platz acht bedeutete. “Die Höhe war, nur keine Konstanz”, bilanzierte Potye, der wie sieben weitere Springer im Feld an 2,15 Meter scheiterte, dessen Saisonverlauf jedoch bislang von etlichen Verletzungen geprägt war.

Die 4×100-Meter-Staffel der Männer wurde wegen eines überlaufenen Wechsels disqualifiziert. Das Sprint-Quartett der Frauen benötigte für die Bahnumrundung 46,43 Sekunden, gewann damit den ersten von vier Vorläufen zwar deutlich, hatte mit der Zeit in der Gesamtschau aller Vorläufe jedoch keine Chance auf einen Spitzenplatz. Dennoch konnte die 4x100m-Staffel mit Lisa Gnam, Julia Riedl, Martina Riedl und Catiana Rettenberger ihre Bestleistung um 1,4 Sekunden verbessern und somit zufrieden über den 10. Platz sein. Den Einzug ins Finale am Sonntag verpasste die 4×400-Meter-Staffel der männlichen Jugend U20.