Mareen_Kalis_Geigl
Mareen Kalis von der LG Stadtwerke München hat sich im 800-Meter-Endlauf der U20-Weltmeisterschaft im polnischen Bydgoszcz teuer verkauft und mit einer Zeit von 2:06,32 Minuten Rang acht belegt. Es gab einen Doppelsieg der US-Amerikanerinnen Samantha Watson (2:04,52 Minuten) und Aaliyah Miller (2:05,06 Minuten).

Die 19-jährige LG-Stadtwerke-Sportlerin konnte das Tempo auf der ersten Runde des eher taktisch geprägten Rennens mitgehen, befand sich auf der Innenbahn mitten im Hauptfeld jedoch in strategisch ungünstiger Position. Als der Lauf bei 550 Metern dann immer schneller wurde, war die Medizinstudentin eingekesselt und hatte keine Möglichkeit, ihr Tempo dem Spitzenfeld anzugleichen. Auf der Zielgerade sah es dann wieder aus: „Hinten raus habe ich noch mal versucht zu beschleunigen. Aber die anderen auch“, sagte der Schützling von Heimtrainer Daniel Stoll. Die ehrgeizige Mareen Kalis gab unumwunden zu, dass sie sich für das Finale mehr vorgenommen hatte: „Mit 2:04 ist der Sieg weggegangen. Das ist eine Zeit, die ich mir auch zutraue.“

Dass die LG-SWM-Sportlerin eine faire und realistische Sportlerin ist, die nicht nach Ausreden sucht, beweist ihre Aussage, dass alle Finalteilnehmerinnen die gleiche Ausgangslage hatten – „also drei richtig harte Rennen innerhalb von drei Tagen.“ Davon muss sich Kalis nun erst einmal erholen, bevor sie in zwei Wochen bei der Deutschen Meisterschaft der U20 in Mönchengladbach die nächsten Finals über 800 Meter und mit der 3×800-Meter-Staffel bestreiten wird.

Einen vollständigen Überblick zum 800-Meter-Wettbewerb der weiblichen U20 in Bydgoszcz gibt es hier.