Insgesamt sieben Athleten der LG Stadtwerke München haben an diesem Wochenende die Reise zu den Süddeutschen Meisterschaften angetreten – und der Ausflug nach Karlsruhe hat sich gelohnt.

caroline-pilawaTitel gab es in der Europahalle für Karoline Pilawa (800m in 2:11,07), Tobias Unger (60m in 6,74 s) und Florian Rentz (200m in 21,54 s).

Außerdem Silber für Anja Wurm (60m in 7,55 s) und zusätzlich zu Gold noch eine Bronzemedaille für Florian Rentz (60m in 6,86 s). Damit durfte die Reisegruppe, der noch Michael Wilms (800m; 5. Platz in 1:55,1 min) und die B-Jugendlichen Alan Vizjak (Kugelstoßen; 12. Platz mit 14,41m) sowie Abel Jombi (Kugelstoßen; 18. Platz mit 12,95 m) angehörten, mit erfreulichen fünf Medaillen in die bayerische Landeshauptstadt zurückkehren.

Ergebnisliste;

Bericht auf leichtathletik.de

Die fleißigste Athletin der LG Stadtwerke München hieß an diesem Wochenende Karoline Pilawa. Am Samstag fing alles noch gemütlich an. Die 56,23 s im 400m Vorlauf, die die 25jährige präsentierte, sahen relativ entspannt aus und reichten locker für den Einzug ins Finale. Nach dem erfolgreichen warm-up folgte tags darauf der Kraftakt: Nur 20 Minuten nach der Goldmedaille im 800m Lauf (2:11,07 min mit einer sehr starken letzten Runde) bestritt sie noch den Endlauf über 400m (5. Platz in 56,75 s). Mit dem letzten Schritt des Rennens kam zugleich auch schon der Aufruf zur Siegerehrung für ihre Goldmedaille. Auf dem Podest „schmerzte das Laktat noch in den Beinen“. Bis zu den Deutschen Meisterschaften (25./26. Februar) möchte sie noch an ihrer Grundlagenausdauer feilen. In Kombination mit den intensiven Trainingsreizen wie u.a. an diesem Wochenende, wird sie sich bei der DM über 800m, dann ohne Doppelbelastung, in einer sicher noch besseren Form präsentieren können.

flo_sueddtAm Samstag Bronze über 60m, und der Sonntag brachte Gold über seine Paradedisziplin, die 200m: Florian Rentz sahnte bei den Süddeutschen Meisterschaften gleich zwei Medaillen ab. „Mit den Plätzen Eins und Drei bin ich natürlich sehr zufrieden, die Zeiten hätten aber etwas besser sein können.“, so der Sprinter selbstkritisch. Auch er wird sein nächstes großes Rennen bei der bei der DM geben.

tobias-ungerDie Goldmedaille im 60m Sprint holte sich der in den letzten Wochen angeschlagene Tobias Unger mit 6,74 s. Er hatte nach den 6,73 s von Chemnitz (27. Januar) seinen zweiten Wettkampf innerhalb kürzester Zeit abgeliefert. „Nach meiner Wadenverletzung fehlt mir gerade am Start noch die letzte Spritzigkeit. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Form mit den nächsten Rennen kommen wird.“, gibt sich Unger ehrgeizig. Bis zum Projekt DM-Titelverteidigung sind noch vier Wochen Zeit. Weitere Wettkampfpraxis holt er sich bei den nächsten Events, dem Sparkassen-Cup in Stuttgart (5.02.2011) und beim BW-Bank-Meeting in Karlsruhe (13.02.2011). Dort wird sich zeigen, ob vielleicht sogar noch die EM-Norm (6,66 s) möglich ist.

Bei Marius Broening stand dieses Wochenende Regeneration im Vordergrund. Er griff selbst nicht ein, erschien aber zum Anfeuern. Damit revanchierte er sich bei Teamkollege Tobi Unger für die Unterstützung die er umgekehrt bei seiner ersten Bayerngoldmedaille vergangenes Wochenende in München genoss.

Als Titelverteidigerin ins Rennen gegangen, musste sich Anja Wurm, dieses Jahr hauchdünn um eine Hundertstel mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Die 7,55 s stimmten Wurm, die momentan viel Kraft in ihren Hausbau steckt, aber positiv.