Christina Hering von der LG Stadtwerke München
Foto: Theo Kiefner

Das altehrwürdige Städtische Stadion an der Dantestraße ist am kommenden Samstag, 3. Juni, Austragungsort des 32. Ludwig-Jall-Sportfestes. Bei den Männern und Frauen gibt es etliche Top-Wettbewerbe. Eine Vorschau der Männerfelder ist bereits erscheinen. Nun folgt eine Übersicht zu den Startzusagen der Frauen. Der offizielle Meldeschluss war am 29. Mai. Nachmeldungen sind vor Ort indes möglich.

Die Tatsache, dass Rückenwindgarantie gewährleistet ist – es kann aufgrund neuer Markierungen nicht nur vom offiziellen Start zum Ziel sondern auch umgekehrt gelaufen werden – hat sich offenbar auch unter flotten Damen herumgesprochen. So hat die Fürtherin Amelie-Sophie Lederer (Bestzeit: 11,46 Sekunden) ebenso gemeldet wie die Ambergerin Katrin Fehm (11,43 Sekunden), die 2016 mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel Bronze bei der U20-WM gewonnen hat. Alexandra Toth aus Graz kann immerhin eine 11,73 Sekunden vorweisen.

Ein absoluter Höhepunkt des Meetings sollten die 400 Meter werden. Die Portugiesin Catia Azevedo hat eine Bestleistung von 51,63 Sekunden vorzuweisen. Doch gerade drei Hundertstel langsamer war in ihrer Karriere bislang die für die LG SWM startende Aauri Bokesa, die 2016 in Rio für ihr Heimatland Spanien an den Olympischen Spielen teilgenommen hat. Eine weitere Rio-Starterin ist Lokalmatadorin Christina Hering, deren Hausrekord über die Viertelmeile bei 52,91 Sekunden steht. Kann die 23-jährige im LG-SWM-Trikot von ihren schnellen Konkurrentinnen profitieren und eventuell ihre Bestzeit im Dantestadion toppen?

Über 100-Meter-Hürden will Paulina Huber von der LG SWM vor heimischer Kulisse auftrumpfen. Die deutsche U20-Meisterin von 2016 ist hochmotiviert. Ihr ursprünglich auf die Mittagszeit terminierter Lauf wird mitten ins Hauptprogramm (ab 14 Uhr) verlegt.

Über 400-Meter-Hürden könnte ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Athletinnen bevor stehen. LG-SWM-Sportlerin Lisa-Marie Petkov, die 2015 mit 58,89 Sekunden aufhorchen ließ, trifft auf die Bad Harzburgerin Lea Ahrens, die 2016 mit 58,21 Sekunden Platz acht der U18-WM über allerdings niedrigere Hürden belegt hat.

Richtig weit werden definitiv die Kugeln durchs Stadion fliegen – dafür garantiert ein hochkärätiges Starterinnenfeld. Das beginnt bei Lena Urbaniak von der LG Filstal, Olympiateilnehmerin von Rio mit Hausrekord von 18,32 Metern. Die amtierende U20-Weltmeisterin Alina Kenzel (Waiblingen) hat 17,58 Meter vorzuweisen. Auf 16,65 Meter hat es Katharina Maisch (Metzingen) schon gebracht. Die LG-SWM-Athletinnen Selina Dantzler und Amelie Döbler wollen Wettkampferfahrung sammeln und hoffen, sich im Bereich ihrer Bestweiten um die 15 Meter präsentieren zu können. Beide Münchnerinnen sind allerdings noch in der Jugendklasse startberechtigt und gehören zu den absoluten deutschen Nachwuchshoffnungen. Döbler war letztes Jahr im Diskuswurf Silbermedaillengewinnerin bei der U18-EM. Dantzler hat heuer schon mehrfach die Quali-Normen für die U18-WM sowohl im Kugelstoß wie auch im Diskuswurf überboten.