Erfolgversprechendes Aufgebot der LG Stadtwerke München reist zur Hallen-DM nach Leipzig

Erfolgversprechendes Aufgebot der LG Stadtwerke München reist zur Hallen-DM nach Leipzig

Am Wochenende 22./23. Februar finden in der Arena Leipzig die 67. Deutschen Hallenmeisterschaften statt. An selber Stelle hatten Christina Hering und Katharina Trost im Vorjahr Gold und Silber über 800 Meter gewonnen. In diesem Jahr zählen sie erneut zu den Favoritinnen über die vier Hallenrunden. Doch mit insgesamt neun Einzelstarts und einer männlichen 4×200-Meter-Staffel sind für die LG Stadtwerke München durchaus noch weitere Erfolge möglich.

Aus Münchner Sicht besonders im Fokus steht der 800-Meter-Wettbewerb der Frauen, denn hier stellt die LG SWM seit 2015 die nationale Titelträgerin. Viermal in Folge war Christina Hering erfolgreich, ehe sich im letzten Jahr Katharina Trost in einer Tausendstelwertung gegen ihre Trainingspartnerin durchsetzte. Alles deutet nun darauf hin, dass es auch heuer an der Spitze einen Zweikampf der beiden Münchnerinnen geben wird, da Hering (2:02,93 Minuten) und Trost (2:03,26 Minuten) die mit Abstand bislang schnellsten Vorleistungen dieser Saison mit nach Leipzig bringen. In direkten Duellen dieser Hallensaison setzte sich Hering in Erfurt und Dortmund zwei Mal knapp gegen ihre Mitstreiterin durch. Allerdings war Trost jeweils ähnlich schnell unterwegs und hat am letzten Wochenende mit einem neuen bayerischen 1000-Meter-Rekord aufhorchen lassen. Nicht auszuschließen ist in diesem Wettbewerb auch ein Münchner Dreifacherfolg, wie es ihn im Sommer bereits im Berliner Olympiastadion gegeben hat. Mareen Kalis, die in Leipzig ihren letzten Wettkampf bestreiten wird (eigener Bericht), ist als dritte LG-SWM-Starterin mit einer Zeit von 2:08,00 Minuten gemeldet. Im Kampf um Bronze wird es Kalis, die sich im Vorfeld einen leichten Infekt eingefangen hat, aller Voraussicht nach mit Rebekka Ackers (TSV Bayer Leverkusen) und Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) zu tun bekommen.

Gute Chancen auf vordere Ränge hat die LG SWM auch im Hochsprung der Frauen und Männer. So hat die Bayerische Meisterin Laura Gröll heuer bereits 1,84 Meter überquert, was einzig Imke Onnen (1,91 Meter, Hannover 96) toppen konnte. In der Männer-Entscheidung hofft Tobias Potye darauf, sein Potenzial abrufen zu können. Ihm ist nach mehr als einjähriger Verletzungspause im Januar bereits ein Satz über 2,20 Meter geglückt. Wenngleich er in der Folge aufgrund einer Fersenprellung kürzer treten musste, ist dem bayerischen Rekordhalter und deutschen Vizemeister von 2018 ein Podestplatz zuzutrauen. Mit im Wettbewerb sind unter anderem auch Europameister Mateusz Przybylko (2,16 Meter, TSV Bayer 04 Leverkusen) und Benno Freitag (2,18 Meter, SSV Ulm 1846).

Zwei junge LG-SWM-Athleten, die beide noch in der U20-Nachwuchsklasse startberechtigt sind, haben sich vorgenommen, in Leipzig die arrivierten und etablierten älteren Jahrgänge herauszufordern. So will Fabian Olbert, frischgebackener Deutscher Jugend-Hallenmeister über 60 Meter, seinen ersten Endlauf bei den Männern erreichen. Wenn es ihm nochmal gelingt, seinen bayerischen U20-Rekord von 6,68 Sekunden zu steigern, ist im Finale sogar eine Überraschung möglich. Mit der 400-Meter-Silbermedaille ist Vincente Graiani vor einer Woche von der Jugend-Hallen-DM in Neubrandenburg zurückgekehrt. Mit seiner 400-Meter-Hallenbestzeit von 48,60 Sekunden gehört er zweifelsohne zu den Anwärtern für den Endlauf am Sonntag.

Auch eine männliche 4×200-Meter-Staffel der LG Stadtwerke München wird zum Abschluss der Meisterschaft am Sonntagnachmittag an den Start gehen. Nachdem Florian Knerlein verletzungsbedingt fehlen wird, ist eine Besetzung mit Olbert, Graiani, Jakob Matauschek und Yannick Wolf wahrscheinlich. Drei der vier Sprinter gehörten im Vorjahr zur Münchner 4×100-Meter-Jugendstaffel, die eine neue deutsche Rekordzeit aufgestellt hat. Schnell ist das Quartett also ohne Frage. Erst drei weitere Männerstaffeln haben die Münchner Meldezeit von 1:27,79 Minuten in diesem Winter übertroffen.

Neben dem Staffelstart erhält Yannick Wolf bereits am Samstag die Gelegenheit als Nachrücker in der Weitsprung-Konkurrenz anzutreten. Auch zur Freude seines Trainers Richard Kick hat der deutsche Jugend-Vizemeister somit die Chance, seine bisher erzielten 7,31 Meter in einem hochklassigen Feld zu weiter steigern.

Mit von der Partie ist bei diesen Titelkämpfen auch Chiara Wetzel, die über 60-Meter-Hürden mit 8,75 Sekunden eine Punktlandung hingelegt hat, was die Qualifikationsnorm betrifft. Wetzel, die zum Jahr 2020 vom TV Wehr zur LG Stadtwerke München gewechselt ist, wurde von der Münchner Kurzhürden-Trainerin Johanna Schneider binnen weniger Monate zu ihrem ersten DM-Start bei den Erwachsenen geführt.

Hier geht es zu Zeitplan, Teilnehmerliste und Live-Ergebnissen der Hallen-DM. Einen ARD-Livestream auf sportschau.de gibt es am Samstag von 14:00 – 18:50 Uhr sowie am Sonntag von 13:00 – 17:30 Uhr. Eurosport überträgt die diesjährigen Deutschen Hallenmeisterschaften am Samstag und Sonntag jeweils von 18:00 – 20:00 Uhr im TV.

Beitragsbild: Marcus Buck

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