Vier Medaillen konnten die Athletinnen und Athleten der LG Stadtwerke München bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am Wochenende bejubeln.

 

Den Anfang machte Alexandra Burghardt über die 60m Hürden: Souverän im Vorlauf und mit Vollgas im Endlauf knapp an einer persönlichen Bestzeit vorbei (8,25s) auf einen tollen 3. Platz (Video) (Interview). Nach dem Jugendtitel am vergangenen Wochenende in Halle ist die Hallensaison für sie aber noch nicht vorbei – Nächstes Wochenende geht es beim U20-Länderkampf in Ancona ein letztes Mal für diesen Winter über die 60 Meter. Über eine tolle persönliche Bestleistung (8,46s) konnte sich Christina Muckenthaler freuen. Ganz knapp verpasste sie als Zehnte das Finale der letzten Acht.

Während Burghardt in der ausverkauften Helmut-Körnig-Halle ihre wohlverdiente Ehrenrunde drehte, machte sich Clemens Bleistein im Callroom bereit für seinen Auftritt über 3000 Meter: Am Vormittag war er als „Quoten-Langstreckler“ noch fast im Hotel vergessen worden, gewann aber in einem packenden Rennen überraschend die Silbermedaille in neuer persönlicher Bestzeit (8:01,55min).

Über 60 Meter erreichte Neele Baade als Vorlaufzehnte in neuer persönlicher Bestleistung (7,64s) den Zwischenlauf.

Ein Mammutprogramm absolvierte Tamara Seer, die über 60 Meter (7,79s), 200 Meter (25,19s) und 400 Meter (56,37s) und mit der Staffel (s.u.) an den Start ging.

„Nur“ über 200 Meter und mit der Staffel waren Lisa Schollbach (25,10s) und Julia Riedl am Start. Riedl konnte mit ihrer Zeit von 24,53s in die Zeitendläufe einziehen, war da allerdings auf der undankbaren engeren Bahn 1 und belegte in der Endabrechnung Rang 7.

Die Viertelmeiler David Gollnow, Jonas Plass, Benedikt Wiesend und Michael Pflüger hatten bereits am Samstag ihre Vorläufe zu absolvieren: Gollnow und Plass gelang als Sieger des jeweiligen Vorlaufs souverän der Einzug ins Finale, Wiesend musste sich mit einem spektakulären Hechtsprung (in Fachkreisen auch „Wiesend-Hecht“) über die Linie retten, der ihm zwar den Finaleinzug, aber auch einige Blessuren bescherte. Pech hatte Michael Pflüger, der den Einzug ins B-Finale um 6 Hundertstel verpasste. Am Sonntag sicherte sich David Gollnow als Zweiter des A-Finals (47,43s) in einem spannenden Rennen (Video) die Silbermedaille und hat ebenso wie Jonas Plass (Vierter in 47,99s) gute Chancen auf einen Staffeleinsatz bei der Hallen-EM in Göteborg. Bei Benedikt Wiesend hatte der Vorlauf am Samstag seine Spuren hinterlassen – Trotzdem zeigte er als Zweiter des B-Finales (48,18s), dass er im Sommer das Niveau über die Stadionrunde mitbestimmen kann.

Gemeinsam mit Kamghe Gaba ging es für die Finalteilnehmer über 400 Meter etwa eine Stunde später noch als 4x200m-Staffel ins Rennen: Souverän konnte sich das vorbelastetete, aber hochmotivierte Team der LG Stadwerke München hier gegen die Staffeln aus Berlin und Gladbeck durchsetzen. (Video)

Die Frauenstaffel hingegen verpasste den heißersehnten Podestplatz in der Besetzung Schollbach/2xRiedl/Seer hingegen denkbar knapp – In neuer Saisonbestleistung von 1:36,47min reichte es „nur“ zu Platz vier.

(Komplette Ergebnisliste)

(Fotos: Kiefner)