Tobias Potye von der LG Stadtwerke München
Tobias Potye’s Saisonbestleistung von 2,25m wird im Finale gefordert sein, Foto: Theo Kiefner

Am ersten Tag der U23-Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz waren drei der vier vom DLV nominierten LG-Stadtwerke-Aktiven im Einsatz. Zwei davon haben sich für den Endkampf in ihrer Disziplin qualifiziert, einer ist ausgeschieden.

Speerwerfer Jonas Bonewit war der erste Münchner, der am Donnerstag den Finaleinzug unter Dach und Fach brachte. Dabei musste der 21-Jährige in der Qualifikation lange zittern. Die geforderten 74 Meter für den direkten Finaleinzug wollten Bonewit nicht gelingen: „Ich habe es einfach nicht geschafft, die Kraft auf den Speer zu bringen. Ich habe zu früh die Wurfbewegung eingeleitet und nicht gewartet, bis der Impuls aus den Beinen kommt.“ Nach zwei Qualifikationsdurchgängen mit insgesamt 26 Werfern stand jedoch fest: Mit 72,39 Meter aus dem ersten Versuch lieferte der Schützling von Coach Stephan Seeck die insgesamt neuntbeste Weite ab und kann mit einem Tag Pause am Samstag (Beginn: 17:35 Uhr) im Endkampf voll angreifen.

Auch Hochspringer Tobias Potye darf am Samstag ab 18:50 Uhr mitmischen, wenn der Kampf um die Medaillen beginnt. Der von Manfred Knopp betreut frühere U20-Europameister überfloppte 2,18 Meter und konnte nach erfüllter Quali-Norm in aller Ruhe für das Finale planen. Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach: Bereits für 2,11 Meter benötigte Potye drei Versuche, über 2,15 und 2,18 Meter waren jeweils zwei Anläufe nötig. „Die Sprünge waren das Spiegelbild der gesamten Saison. Beide Extreme waren dabei – richtig gute und richtig schlechte Versuche. Springen kann ich, aber wenn ich nicht bis zum letzten Sprung durchziehe, wird es ein Hoch-Weitsprung, kein Hochsprung“, sagte Potye gegenüber leichtathletik.de.

Kugelstoßer Valentin Döbler hingegen ist bei seiner ersten internationalen Meisterschaft in der Vorausscheidung gescheitert. 17,23 Meter – eine Weite von knapp eineinhalb Metern hinter der persönlichen Bestleistung – reichte am Ende lediglich zu Rang 19 in der starken Kugelstoß-Konkurrenz. Zum Einzug ins Finale der besten Zwölf wären 17,97 Meter notwendig gewesen. Döblers erster Versuch landete bei 16,79 Meter, der zweite war ungültig. „Im ersten Versuch war ich zu vorsichtig. Im zweiten Versuch habe ich zu viel gewollt, der war dann ungültig. Und im dritten Versuch hatte ich einen technischen Fehler, da standen meine Beine einfach nicht gut“, so der 20-jährige Münchner.

Am Freitag ist dann Paulina Huber über 100-Meter-Hürden an der Reihe. Die Vorläufe starten ab 10 Uhr, die Halbfinals ab 20:32 Uhr.

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