Siegerehrung beim Munich Indoor der LG Stadtwerke München
Plätze 1-3 des 800-Meter-Rennens vereint auf dem Podest: Katharina Trost gewinnt vor Eva Trost (l.) und Vereinskollegin Elisabeth Faller (r.), Foto: Ingo Jünemann

Die tollen Flugshows von David Faltenbacher und Tobias Potye zählten am Samstag beim Munich Indoor in der Werner-von-Linde-Halle ebenso zu den absoluten Highlights wie das 800-Meter-Rennen der Frauen, bei dem Katharina Trost ihre krankheitsbedingt pausierende Trainingspartnerin Christina Hering mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:04,61 Minuten von Platz eins der deutschen Hallen-Jahresbestenliste verdrängte. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei von Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt-Gambach-Lohr), die in ihrem ersten Wettkampf seit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bis zur Mitte des Rennens das Tempo vorgab. Nachdem Trost auch über 1500 Meter mit einer Zeit von 4:19,52 Minuten zu den schnellsten deutschen Frauen gehört, müssen sich die 22-Jährige und ihr Trainerteam im Hinblick auf die Deutsche Hallenmeisterschaft in Dortmund am 17./18. Februar für eine Disziplin entscheiden.

Hochspringer Potye knüpfte mit überfloppten 2,22 Meter – die zweitbeste Leistung eines DLV-Athleten in dieser Hallensaison – trotz leichter Erkältung nahtlos an seine guten Resultate der letzten Wochen an. Die 2,26 Meter wären sogar drin gewesen, gerade sein letzter Versuch sah vielversprechend aus.

David Faltenbacher von der LG Stadtwerke München
Faltenbacher springt – ohne Rückenwind – 7,53 Meter weit

Ganz anderes war die Ausgangslage bei David Faltenbacher, für den die Siegesweite von 7,53 Meter die Einstellung der persönlichen Bestleistung aus dem Jahr 2015 (damals mit +0,7 m/s Rückenwind) bedeutet und damit doch eine Art Befreiungsschlag gewesen ist. Denn der Schützling von Trainer Richard Kick, früherer deutscher Vize-Jugendmeister, musste nach einer Kreuzbandverletzung fast ein ganzes Jahr pausieren und steht erst seit einem Dreivierteljahr wieder voll im Training. Mit 7,31 Meter war Faltenbacher in der Vorwoche als Nachrücker für die Deutsche Hallenmeisterschaft gemeldet worden. Nach seinem weiten sechsten Versuch beim Munich Indoor rangiert er nun auf dem siebten Rang der Jahresbestenliste und hofft somit noch auf einen Startplatz in Dortmund.

In den Sprintwettkämpfen der Nachwuchsklassen waren aus LG-SWM-Sicht ebenfalls starke Leistungen zu vermelden: Fabian Olbert wurde im 60-Meter-Sprint der U18 im Vorlauf in 6,98 Sekunden gestoppt, verzichtete dann allerdings auf den 60-Meter-Endlauf. Den entschied dann Teamkollege Fabian Knerlein in 7,00 Sekunden zu seinen Gunsten. Nicolai Trageser, U20-Athlet der LG SWM, gewann das 60 Finale der Männer in 6,96 Sekunden vor dem 400-Meter-Hürden-Spezialisten Michael Adolf (7,01 Sekunden), der in 21,90 Sekunden auch die 200 Meter dominierte.

Es gab in der Lindehalle auch einen Weltrekord: Für diesen zeichnete 800-Meter-Läuferin Eva Trost vom ASV Piding verantwortlich, die – begleitet von Tempomacherin Mareen Kalis – in der Altersstufe W50 gerade mal 2:16,73 Minuten unterwegs gewesen ist. Erste Gratulantin war deren Tochter, die LG-SWM-Mittelstrecklerin Katharina Trost, die im gleichen Rennen die besagte Jahresbestleistung bei den Frauen aufgestellte.

Veranstaltungsleiter Reinhard Maier vom TSV Forstenried freute sich nicht nur über die national erstklassigen Topleistungen, sondern auch über die beachtliche Melderesonanz von insgesamt mehr als 570 Aktiven.

Die Ergebnisse des Munich Indoor gibt es hier.

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