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Leichtathletik News der LG SWM

Hering und Gaba mit guten Leistungen beim ISTAF in Berlin

Die Saison ist schon lang und kräftezehrend gewesen -- und dennoch konnten Christina Hering und Kamghe Gaba, unsere beiden amtierenden deutschen Einzelmeister über 800 bzw. 400 Meter, beim Berliner ISTAF noch einmal alle Kräfte für Topleistungen mobilisieren.

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Gehörlosen-EM Junioren - Trabzon/Türkei

In Trabzon fanden in der vergangenen Woche die Junioren-Europameisterschaften der Gehörlosen statt. Mit Sascha Kindler war auch ein Athlet aus München dort mit dabei.

Am ersten Tag belegte Sascha in der Männlichen Jugend U20 über 400 m mit einer Zeit von 56,46s Rang 11. 

Über 4x100 Meter reichte es für den Münchener zusammen mit Kevin Haake, Kevin Dziewulski und Jason Giuranna zu Silber. Russland lief mit einer Zeit von 44,06s neuen Junioren-Weltrekord.

Zum Abschluss über 4x400 Meter lief Sascha auf Position 3. Leider verpasste Team Deutschland  die Bronzemedaille um 2 Hundertstel. Gold holte erneut Russland mit einer Zeit von 3:35,83min.

Sport-Stipendium der LG Stadtwerke München im zweiten Jahr

Das Sport-Stipendium der LG Stadtwerke München geht in sein zweites Jahr. Daher wurde es erweitert und bietet eine klare Perspektive für Athletinnen und Athleten, die bei der LG Stadtwerke München eine Karriere in der Leichtathletik anstreben.

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Kamghe Gaba zweimal Sechster in Zürich

Kamghe Gaba überzeugte in der vergangenen Woche bei der Europameisterschaft in Zürich: Nach starken 45,80s im Vorlauf, machte er im Halbfinale bei schwierigen Bedingungen in 46,01s den Startplatz im Finale klar.

Mit einem couragierten Lauf auf Bahn 7 belegte er dort Rang 6. Nach einem schwierigen letzten Jahr mit vielen Verletzungssorgen ein großer Erfolg - Herzlichen Glückwunsch!

Nach dem Finale am Freitagabend wurde Gaba im Vorlauf der 4x400 Meter-Staffel am Samstag noch geschont. Dafür kamen mit David Gollnow und Jonas Plass auf Position 3 und 4 zwei andere Viertelmeiler zum Einsatz und zeigten eine starke Leistung - Team Deutschland erreichte souverän das Finale am Sonntag.

Nach einigen Rangeleien bei den Wechseln belegte die deutsche Staffel mit Kamghe Gaba als Startläufer und Jonas Plass an Position 3 mit Saisonbestleistung Platz 6. David Gollnow - Dritter der Deutschen Meisterschaften kam im Finale leider nicht zum Einsatz.

DM-Double für Amelie Döbler

Als einzige Starterin der LG Stadtwerke München reiste Amelie Döbler mit ihren Trainern Gerhard Neubauer und Andreas Bücheler zu ihrer ersten Deutschen U16-Meisterschaft. Amelie reiste als Führende der deutschen Bestenliste im Kugelstoßen sowie im Diskuswerfen an und ging damit als "Gejagte" an den Start - Eine Rolle, mit der sie bestens zurechtkommen sollte.

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Volksfestwettkämpfe Dachau

Abseits der Europameisterschaft in Zürich, neigt sich die Bahnsaison langsam dem Ende zu. In Dachau ging es für einige Athleten der LG Stadtwerke München das letzte Mal für diesen Sommer auf der Bahn an den Start.

Über 100 und 200 Meter gab es jeweils einen Dreifachsieg für die Sprinter der LG Stadtwerke München. Über 100 Meter konnte sich bei kühlen und windigen Bedingungen standesgemäß der bayerische Meister Christian Rasp in 10,87s durchsetzen. Dahinter folgten Tobias Schneider und Laurin Walter. Über 200 Meter nutze Laurin Walter dann seine Chance auf eine Revanche und stellte seine persönliche Bestleistung über 200 Meter (21,80s) ein. Er wird sich am kommenden Wochenende in Paderborn ein letztes Mal an seinen Unterdistanz-Bestleistungen versuchen und dann den wohlverdienten Urlaub genießen.

200 Meter-Spezialistin Martina Riedl nutzte das Sportfest zu einem Ausflug auf die 400 Meter und gab mit einem Sieg und einer Zeit von 55,84s einen vielversprechenden Einstand.

Auch Tobias Giehl - eigentlich immer über 400 Meter Hürden unterwegs - lief länger als gewohnt. Über 800 Meter (1:55,69min) lief er auf Platz 2.

Lukas Pinieck lieferte im Hochsprung mit neuer Bestleistung von 1,94 Meter eine starke Leistung ab und gewann die Konkurrenz.

Lukas Becht beendete seine Bahnsaison mit mäßigen 4:03min und Platz 2 über die 1500 Meter. Für ihn steht nun noch einmal das Grundlagentraining im Vordergrund - Anfang September geht es mit einem starken Team in Düsseldorf um eine Teammedaille bei der Straßenlauf-DM.

 

DM-Jugend Wattenscheid

Ein runder Saisonabschluss war das für Jonas Bonewit. In Wattenscheid gewann der Vierte der U20-WM mit einem starken letzten Versuch Gold. Dabei war die unmittelbare Vorbereitung auf die Deutschen Jugendmeisterschaften im Lohrheidestadion in Wattenscheid nicht gerade reibungslos verlaufen. Neben dem Jetlag von der U20-WM-Reise nach Eugene/USA plagten Bonewit Probleme am Hüftbeuger, sodass er die ersten Versuche nicht aus dem vollen Anlauf werfen konnte. Doch im letzten Versuch gelang es ihm noch ein letztes Mal, alles zu mobilisieren – 69,55 Meter waren gut genug für Gold!

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Laufmeeting Andorf

So kurz vor dem EM in Zürich mangelt es an Top-Meetings - Also machten sich am Samstag einige Athleten der LG Stadtwerke München auf den Weg nach Andorf in Österreich, um beim Internationalen Josko Laufmeeting schnelle Zeiten auf die Bahn zu zaubern.

Johannes Trefz, der die Qualifikation für die 4x400 Meter-Staffel bei der EM knapp verpasste, startete wie Trainingskamerad Tobias Giehl über 100 und 200 Meter. Trefz lief über 100 (10,87s) und 200 Meter (21,81s, Platz 1) zu neuen persönlichen Bestleistungen. Giehl haderte mit seinem schwachen Start über 100 Meter (10,96s), war mit dem Ergebnis über 200 Meter jedoch zufrieden. Noch schneller waren über die kürzere Sprintdistanz die 100 Meter-Spezialisten Christian Rasp (10,60s, Platz 3) und Tobias Schneider (10,75s, Platz 4) unterwegs.

Langstreckler Lukas Becht belegte bei schwierigen Bedingungen Platz 2 in 8:32 min. Die angepeilte Bestzeit verpasste er, da er weite Teile des Rennens Führungsarbeit leisten musste.


(Komplette Ergebnisse)

Laurin Walter in Eugene

 Emotionale Momente in einem ganz besonderen Stadion

Gänsehaut pur! Erst Stille, dann ein Schuss und plötzlich wird es richtig laut. Das alterwürdige Hayward Field in Eugene - der selbsternannten "Track Town" der USA, also DER Leichtathletik-Stadt schlechthin - ist das Wembley-Stadion der Leichtathletik. Und in dieser einzigartigen Atmosphäre fanden jetzt die U20-Weltmeisterschaften statt. Mit dabei: Laurin Walter. Als einziger bayerischer Sprinter.

Und auch wenn es sportlich nicht ganz nach Plan lief, fällt sein Fazit positiv aus: "Es war eine unvergessliche Erfahrung und etwas ganz besonderes bei so einer tollen Atmosphäre zu laufen."

Die Bewohner in der Universitätsstadt im Bundesstaat Oregon gelten als leichtathletikverrückt, sind wahre Experten, sehr fachkundig. "Die Unterstützung der Zuschauer war atemberaubend", stellte auch Laurin Walter fest.

Zwei Wochen war der 18-Jährige im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, erst in einem Vorbereitungstrainingslager in Salem, dann bei den Meisterschaften. Bis er endlich an den Start durfte, musste Walter aber lange warten: "Der Alltag war natürlich vom Training geprägt, um sich optimal auf die WM vorzubereiten. Allerdings nutzten wir die Tage auch zum Einkaufen für daheim oder einfach um Amerika ein wenig näher kennen zu lernen."

Christian Walter mit Sohn LaurinAm vorletzten WM-Tag stand der Vorlauf über 4x400m auf dem Programm. Und so hieß es erst einmal auf der Tribüne sitzen und mit den anderen deutschen Athleten mitfiebern: "Die Stimmung im Team war bombastisch und jeder Athlet wurde schon bei der Vorstellung im Wettkampf frenetisch vom deutschen Team auf der Tribüne gefeiert, was auch einige Amerikaner sehr beachtlich fanden und uns das auch mitteilten."

Eigentlich hatte der Abiturient auch auf einen Einzelstart in Eugene gehofft, verfehlte mit seiner Saisonbestleistung von 47,56 Sekunden die sehr hohe Norm des Deutschen Leichtathletik Verbands um 3 Zehntelsekunden. "Regeln und Normwerte sind dazu da, dass sie eingehalten werden. Das akzeptiere ich. Laurin hat die internationale Norm (48,50 sec.) deutlich unterboten. Er ist seit vier Jahren die Nummer eins in den Deutschen Bestenlisten und war bereits im vergangenen Jahr bei der U18-WM“, so sein Vater Christian Walter, der gleichzeitig sein Trainer ist. Trotzdem war er ein wenig enttäuscht über die Nichtberücksichtung: "Ich sehe in ihm einen Perspektivathleten, dem ich immer die Gelegenheit einräumen würde, bei einer internationalen Veranstaltung zu starten, zumal er ohnehin vor Ort war."

Beim 400m-Einzelrennen war sein Sohn nicht nur vor Ort, sondern auf der Tribüne, musste tatenlos mit ansehen, wie die internationale Konkurrenz die Stadionrunde bewältigte: "Das war für mich äußerst schwer, da man mit Zeiten ins Halbfinale gekommen ist, die ich schon mehrfach diese Saison erbracht habe. Und da wir auf diesen Saisonhöhepunkt hingearbeitet haben, wäre noch mehr drin gewesen."

Und das wollte der Abiturient dann als Schlussläufer der deutschen 4x400m-Staffel unter Beweis stellen, doch von Anfang an stand das Rennen unter keinem guten Stern. Als Walter das Staffelholz übernahm, das Rennen aus deutscher Sicht eigentlich schon gelaufen: "Es war ungemein schwer, als Schlussläufer auf Position 4 und 20-30m Abstand auf Platz 3 noch etwas nach vorne auszurichten. Von daher hab ich einfach alles gegeben, doch wir haben insgesamt nicht unsere Leistung abgerufen und sind dadurch verdient ausgeschieden."

Besonders ärgerlich: Hätte das deutsche Quartett seine Leistung vom letzten Norm-Wettkampf in Mannheim abgerufen, hätte es sich locker für das Finale der besten Acht qualifiziert. "Das war schon enttäuschend. Jamaika, die Bahamas und Japan liefen weit vorne weg, so dass unsere Jungs immer wieder versuchen mussten mit viel Aufwand die Lücke zu schließen. Das kostete zuviel Energie und reichte am Ende nicht“, so das Fazit von Christian Walter, der erstmals bei einer großen Meisterschaft seines Sohnes nicht live vor Ort war. "Der berühmte 'Walterische Pfiff' war im Hayward Field also nicht zu hören: "Es war sehr ungewohnt, doch wir hatten oft Kontakt über Skype", so Laurin Walter. Beim Staffelrennen saß sein Vater zu Hause - mitten in der Nacht in Deutschland - vor dem Laptop: "Ich fiebere immer mit. Egal ob im Stadion oder vor dem Fernseher. Doch vor dem TV habe ich eben nicht das Gefühl, noch ein wenig positiven Einfluss nehmen zu können. Da bleibt mir die Rolle des passiven TV-Zuschauers. Es war hart - Vor allem, weil der angepeilte und erreichbare Erfolg nicht erzielt wurde."

Trotzdem nehmen beide viel mit von dieser WM: "Ich habe gelernt, wie man mit Rückschlägen umgeht und dass diese auch zum Leistungssport dazu gehören. Der Sport kann schön sein und Spaß machen, aber er kann auch brutal hart sein, was er in Eugene war", so Laurin Walter. Und noch ist die Saison nicht zu Ende. Mit den Deutschen Jugend-Meisterschaften vom 8. bis 10. August in Wattenscheid wartet schon der nächste Höhepunkt. Und der 18-Jährige ist optimistisch: "Meine Erlebnisse und auch Rückschläge sind schon weitestgehend verarbeitet. Jetzt gilt es die Spannung wieder aufzubauen und in Wattenscheid zu zeigen, was ich tatsächlich drauf habe." Und sein Vater und Trainer weiß: "Wer jetzt am schnellsten den Kopf frei bekommt, die Zeitumstellung früh verkraftet und die Bereitschaft hat, noch mal alles zu geben, der wird in Wattenscheid erfolgreich sein."

Emotional wird die WM in Eugene nicht zu toppen sein. "Die Amerikaner waren sehr 'Deutschland-begeistert'. Es gab einige Glückwünsche zum WM-Triumph des DFB und nahezu alle Nationen wollten mit uns Sachen tauschen." Also irgendwie doch ein bisschen Wembley Stadion im Hayward Field.

Süddeutsche Meisterschaften U23/U16 Augsburg

Eine Woche nach der Enttäuschung von Ulm meldete sich Johannes Trefz bei den Süddeutschen Juniorenmeisterschaften in Augsburg am vergangenen Wochenende eindrucksvoll zurück. In 46,52s lief er um nur zwei Hundertstel an seiner Bestleistung vorbei und sicherte sich mit großem Abstand den Titel.  Bei den "Deutschen" in Ulm hatte er am Vorlaufsamstag noch einen schwarzen Tag erwischt und den Einzug ins Finale verpasst - Die Chance auf Zürich war passè.

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