Katharina Trost von der LG Stadtwerke München gewinnt Gold bei der U23-DM
Katharina Trost (l.) zieht auf der Zielgerade an Alina Reh vorbei, Foto: Theo Kiefner

Drei Titel, zwei zweite Plätze und einmal Rang drei – die Erfolgsbilanz der LG-Stadtwerke München bei der Deutschen U23-Meisterschaft in Leverkusen kann sich wahrlich sehen lassen.

Mareen Kalis dominierte das 800-Meter-Finale fast nach Belieben (Video). Bereits nach 500 Metern hatte die 20-jährige Medizinstudentin einen deutlichen Vorsprung herausgelaufen. Die von Daniel Stoll betreute Mittelstrecklerin war „sehr zufrieden“, den Titel gleich in ihrem ersten Jahr in der U23-Altersklasse gewonnen zu haben. Jedoch haderte sie ein wenig mit ihrer Zeit von 2:05,13 Minuten, mit der sie die für die U23-EM geforderte Zeit von 2:03,50 Minuten verfehlt hat. Für Kalis bedeutete das Finale übrigens den dritten Lauf innerhalb von drei Tagen. Am Vortag bestritt sie den Vorlauf in Leverkusen, am Freitag war sie beim Anhalt-Meeting in Dessau an den Start gegangen. „Ich traue mir eine 2:03 zu“, ist Kalis für das noch lange nicht abgeschlossene Wettkampfjahr 2017 überzeugt.

Ebenfalls von Daniel Stoll betreut wird Katharina Trost, die Siegerin der 1500-Meter-Konkurrenz (Video). Trost lieferte sich bis zum letzten Meter einen packenden Zweikampf mit der Ulmerin Alina Reh. 4:15,80 Minuten bedeuteten erneut Bestzeit für die Münchnerin, die sich selbst ermahnte, nach 1000 Metern „nicht genügend aktiv“ gewesen zu sein. Möglicherweise gingen hier ja jene acht Zehntelsekunden verloren, die am Ende zur Normerfüllung zur U23-EM fehlt haben.

Den Besuch von Mareen Kalis und Katharina Trost in der Sportarena-Sendung von München.tv am Montag sehen Sie hier.

Und dann war da auch noch Jonas Bonewit, der bis zum letzten Durchgang der Speerwurf-Konkurrenz auf Rang drei gelegen war (Video). Hier bewies der von Stephan Seeck betreute Modellathlet nun Nervenstärke und übernahm mit einem Wurf auf 73,57 Meter die Führung, die er bis zum Schluss nicht mehr abgab. Mit seiner Titelverteidigung und der bereits im März deutlich übertroffenen Norm kann Bonewit der bevorstehenden Nominierung durch den Deutschen Leichtathletik-Verband gelassen entgegensehen. „Ich hatte einige technische Probleme die letzten Wochen, aber beim Einwerfen habe ich mich schon ganz gut gefühlt“, sagte Titelverteidiger Bonewit.

LG-SWM-Athletin Paulina Huber gewann trotz Fußproblemen in einem spannenden Duell in einer Zeit von 13,52 Sekunden Silber über 100-Meter-Hürden (Video). Lange war Huber in Führung gelegen. Am Ende sprintete aber Louisa Grauvogel von der LG Saar zwei Hundertstel schneller ins Ziel. Huber, die von Balthasar Bischlager trainiert wird und kürzlich beim Münchner Ludwig-Jall-Sportfest mit 13,38 Sekunden die EM-Norm geknackt hatte, zeigte in Leverkusen abermals eine starke Leistung. Ihre Entwicklung in diesem Jahr ist enorm: 2016 war ihre Bestleistung als Deutsche U20-Meisterin noch bei 13,75 Sekunden gelegen.

Platz zwei gab es auch für Hochspringer Tobias Potye. Der Schützling von Coach Manfred Knopp lieferte sich ein packendes Duell mit Falk Wendrich vom LAZ Soest. Beide überquerten die geforderte Höhe für die U23-EM von 2,20 Metern, Potye hatte jedoch mehr Fehlversuche auf dem Konto.

Starker Dritter wurde Kugelstoßer Valentin Döbler. Der Athlet des Trainerduos Andreas Bücheler und Gerhard Neubauer konterte im sechsten Durchgang und schob sich mit einem Stoß von 18,54 Metern noch von Platz vier auf den Bronzerang.

Diskuswerfer Lukas Koller landete mit 55,67 Metern auf Rang fünf. Auch Amelie Döbler – sie ist erst 18 Jahre jung – wurde mit Saisonbestleistung Fünfte im Diskuswurf (48,05 Meter). Ebenfalls Platz fünf belegt hat Dreispringer Paul Walschburger (15,17 Meter), der noch in der U20-Altersklasse startberechtigt ist. Dreisprung-Teamkollege Daniel Troßmann wurde mit persönlicher Bestleistung von 14,88 Metern Sechster. Als Achte den Endkampf erreicht hat weiterhin die ebenfalls noch in der U20 startberechtigte Speerwerferin Sabrina Reusch (44,93 Meter).

Mit von der Partie war in Leverkusen auch U20-Speerwerfer Yannick Limmer, der mit 57,18 Metern und Gesamtrang 17 wertvolle Wettkampferfahrung bei nationalen Titelkämpfen sammeln konnte. Verletzungsbedingt weit hinter seinen Möglichkeiten geblieben ist 400-Meter-Läufer Laurin Walter, der nach 49,32 Sekunden bereits im Vorlauf ausgeschieden ist.

Eine vollständige Ergebnisliste der diesjährigen Deutschen U23-Meisterschaft gibt es hier.

 

Alle Fotos: Theo Kiefner

← Zurück zur Newsübersicht